Quantisierungsrauschen

Bei der Quantisierung eines analogen Signals entsteht ein stufenförmiges Signal, dessen Stufenzahl von der Anzahl an Abtastungen abhängt. Die Pegel der digitalisierten Signalstufen differieren zum Originalsignal.


Diese Signalunterschiede zwischen analogem Originalsignal und Digitalsignal drücken sich als Störsignal aus und werden als Quantisierungsrauschen oder digitales Rauschen bezeichnet. Sie sind umso geringer, je exakter das ursprüngliche Analogsignal nachgebildet wird. Das bedeutet, je genauer die Annäherung an das Ursprungssignal ist, desto geringer ist das Quantisierungsrauschen.

Das Quantisierungsrauschen ist abhängig von der Abtastrate und der Digitalisierung. Bei hoher Abtastrate und einer Digitalisierung mit hoher Auflösung ist das Quantisierungsrauschen geringer als bei niedriger Abtastrate und geringer Digitalisierung. Das zeigt sich auch im Signal-Rausch-Verhältnis (SNR). Als Annäherung gilt: Eine um 1 Bit höhere Auflösung reduziert das Quantisierungsrauschen um über 6 dB. Das Quantisierungsrauschen ist in gewisser Weise Signal-abhängig. Ist nämlich kein Signal vorhanden, dann sind keine Quantisierungsfehler und ebenso kein Quantisierungsrauschen vorhanden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Quantisierungsrauschen
Englisch: quantization noise
Veröffentlicht: 12.05.2016
Wörter: 159
Tags: #Elektronik-Kenndaten
Links: Abtastrate, Abtastung, Analog, Auflösung, Bit (binary digit)