Streukapazität

Jedes elektrische und elektronische Bauelement, jede Verbindungsleitung und jeder Anschlussdraht bildet eine kleine parasitäre Kapazität zu anderen spannungsführenden Leitungen. Eine solche parasitäre Kapazität ist eine Streukapazität.

Streukapazitäten sind unerwünschte Kapazitäten, die je nach Größe und Frequenz die Signalübertragung beeinflussen. Der Einfluss von Streukapazitäten nimmt mit steigender Frequenz zu. Die Größe von Streukapazitäten ist abhängig von dem Abstand, den zwei spannungsführende Leitungen, Flächen oder Bauteile zueinander haben. Je dichter zwei Bauteile beieinander liegen, desto größer ist die zwischen ihnen vorhandene Streukapazität. Bei Leitungen spielt der Leitungsdurchmesser eine wichtige Rolle und die Länge, die zwei Leitungen nebeneinander liegen.

Streukapazitäten treten auch bei passiven Bauelementen wie Spulen und Kondensatoren auf, vor allem, wenn sie als SMD-Bauteile leitende Anschlussflächen haben oder wenn ihre äußere Ummantelung nicht potentialfrei ist.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Streukapazität
Englisch: stray capacitance
Veröffentlicht: 11.12.2019
Wörter: 147
Tags: Passive Bauelemente
Links: Frequenz, Kapazität, Kondensator, Leitung, SMD (surface mounted device)