Musicam-Verfahren

Musicam ist ein Verfahren für die Audiokompression für digitale Rundfunkübertragungen und wird in Digital Audio Broadcast (DAB) eingesetzt. Das vom Institut für Rundfunktechnik entwickelte Musicam-Verfahren wurde als MPEG-1-Audio Layer-II (MP2) definiert. Es nutzt die psychoakustischen Eigenschaften des menschlichen Gehörs und reduziert dadurch die Datenrate von Audiosignalen von 1,422 Mbit/s auf 192 kbit/s.

Das Musicam-Verfahren arbeitet mit Teilband-Codierung, dabei wird der gesamte Frequenzbereich des Audiosignals in 32 Teilbänder unterteilt, wobei jedes Unterband eine Bandbreite von 750 Hz hat. Die Audiosignale der einzelnen Unterbänder werden mittels A/D-Wandler digitalisiert und einzeln codiert. Da das menschliche Gehör die verschiedenen Frequenzen der Unterbänder unterschiedlich wahrnimmt, werden die Bewertungsparameter für die A/D-Wandlung an die Wahrnehmung angepasst. Aus diesem Grund bleiben die Audiosignale einiger Teilbänder unberücksichtigt, was zur Reduzierung der Datenrate führt.

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Informationen zum Artikel
Deutsch: Musicam-Verfahren
Englisch: masking pattern universal subband integrated coding and multiplexing - MUSICAM
Veröffentlicht: 11.10.2011
Wörter: 139
Tags: Rundfunk Audiokompression
Links: AD-Wandler (A/D), Audiokompression, Bandbreite, Digitaler Hörfunk, Datenrate