FAR (false acceptance rate)

Die Falsch-Akzeptanzrate, False Acceptance Rate (FAR), ist eine Fehlerangabe für biometrische Verfahren. Der FAR-Wert ist bei biometrischen Erkennungsverfahren von Interesse. Durch fehlerhafte Messungen der biometrischen Merkmale kann Personen fälschlicherweise der Zugriff auf vertrauliche Daten oder der Zugang zu gesperrten Räumen gewährt werden.


Beim FAR-Wert handelt sich darum, dass die biometrischen Daten einer Person erkannt wurden, obwohl die biometrischen Daten einer anderen Person erfasst wurden. Somit wurde eine Person fälschlicherweise als die Person erkannt, deren Daten als Referenzdaten vorliegen.

Zusammenhang 
   zwischen FRR, FAR und EER

Zusammenhang zwischen FRR, FAR und EER

Der FAR-Wert gibt die Wahrscheinlichkeit an, mit der eine unberechtigte Person als berechtigt erkannt wird. Sie errechnet sich aus dem Verhältnis der Anzahl an falschen Erkennungen, Number of False Acceptances (NFA), zu der Anzahl der Versuche durch nicht berechtigte Personen, Number of Imposter Attempts (NIA), angegeben in Prozent. Die falsche Akzeptanzrate ist sehr stark abhängig von den eingegebenen Toleranzgrenzen. Je kleiner diese Grenzen sind, desto höher ist die falsche Akzeptanzrate. Je geringer die Falsch-Akzeptanzrate ist, desto wahrscheinlicher ist die fehlerfreie Identifikation.

FAR- und FRR-Werte für verschiedene biometrische Verfahren

FAR- und FRR-Werte für verschiedene biometrische Verfahren

Aus der False Acceptance Rate (FAR) und der Falsch-Zurückweisungsrate, der False Rejection Rate (FRR), wird für die Bewertung der Wahrscheinlichkeit die Equal Error Rate (EER) gebildet.

Neben den genannten Falsch-Akzeptanzraten gibt es in der Radartechnik noch der Gütemaß der Constant False Alarm Rate (CFAR).

Informationen zum Artikel
Deutsch: Falsch-Akzeptanzrate
Englisch: false acceptance rate - FAR
Veröffentlicht: 22.12.2020
Wörter: 228
Tags: Pers. Schutz
Links: Alarm, Biometrie, Daten, EER (equal error rate), FRR (false rejection rate)