Epic

Epic ist das englische Wort für Epos und steht im agilen Projektmanagement für umfassende Benutzergeschichten. Im Projektmanagement ist Epic ein Container für Lösungsentwicklungen, in dem die Anforderungen im allgemeinen und die umfangreichen Investitionen innerhalb eines Portfolios erfasst werden.

Bedingt durch den Informationsumfang und ihre Wirkung muss bei den Epics vor deren Implementierung das Minimum an realisierbaren Produkten, Minimum Viable Products (MVP), definiert und die Aktivitäten durch das Lean Portfolio Management (LPM) abgesichert werden. Was das Portfolio betrifft, so sind entsprechende Epics bereichsübergreifend und umfassen mehrere Wertströme und Programminkrements (PI).

Bei den Epics unterscheidet man zwischen Geschäftsepics und Enabler-Epics. Geschäftsepics liefern direkt geschäftlichen Nutzen, während Enabler-Epics dazu dienen, den Architectural Runway voranzubringen, um anstehende geschäftliche oder technische Anforderungen zu unterstützen. Darüber hinaus entwickeln und liefern Agile Release Trains (ART) Epics nach dem Lean-Start-Zyklus.

Epics sind wichtige Unternehmensinvestitionen und setzen voraus, dass sich die Beteiligten über ihre Absicht und Definition einigen. Bevor Epics eingesetzt werden, müssen sie überprüft, analysiert, genehmigt oder abgelehnt werden. Die Überprüfung erfolgt in der Regel mit dem höchsten Weighted Shortest Job First (WSJF). Eigentümer der Portfolio-Epics sind verantwortlich für die kritische Zusammenarbeit, die für die entsprechende Aufgabe erforderlich ist. Anders ist es bei den Enabler-Epics, die von den Enterprise Architects betreut werden.

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Deutsch: Epic
Englisch: epic
Veröffentlicht: 31.01.2020
Wörter: 226
Tags: Projektmanagement
Links: Agilität, Aktivität, ART (agile release train), Container, Implementierung