Empfangsempfindlichkeit

Die Empfangsempfindlichkeit ist ein Kennwert von akustischen, funktechnischen, optischen und kommunikationstechnischen Geräten. Der Kennwert steht für den geringsten Pegel, aus dem eine Empfangseinrichtung ein Signal regenerieren oder detektieren kann.


Das Signal mit dem geringsten Signalpegel ist durch das Signal-Rausch-Verhältnis bestimmt. Wobei das Signal-Rausch-Verhältnis durch eine Bandbreitenreduzierung verbessert werden kann. Das bedeutet allerdings, dass eine schmalbandige Übertragung eine niedrigere Datenrate zur Folge hat.

In der Funk-, WLAN- und Mobilfunktechnik sind die Sendeleistung und die Empfangsempfindlichkeit entscheidend für die überbrückbare Reichweite. Diese verdoppelt sich mit jeweils 6 dB. Dabei spielt es keine Rolle ob die Sendeleistung um 6 dB erhöht oder die Empfangsempfindlichkeit um 6 dB verbessert wird. Da Sendeleistungen in aller Regel im Standard festgeschrieben sind, bei WLANs beträgt sie beispielsweise 100 mW, resp. 20 dBm, kann die Reichweite nur durch Verbesserung der Empfindlichkeit erhöht werden. Weitere Verbesserungen können durch einen höheren Antennengewinn realisiert werden.

In der modernen Funktechnik spielt die Empfangsempfindlichkeit insofern eine entscheidende Rolle, als dass Geräte mit hoher Empfangsempfindlichkeit größere Entfernungen überbrücken können. Zudem benötigen Geräte mit einer niedrigeren Bandbreite weniger Energie. Diese Vorteile werden in Low Power WANs (LPWAN), die im Internet of Things (IoT) eingesetzt werden, konsequent genutzt. Was die absoluten Werte betrifft, so gibt es für schmalbandige Anwendungen Empfangsgeräte mit einer Empfangsempfindlichkeit von -120 dBm bis -130 dBm.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Empfangsempfindlichkeit
Englisch: receiving sensitivity
Veröffentlicht: 15.02.2018
Wörter: 229
Tags: #Wireless LAN
Links: Antennengewinn, Bandbreite, Datenrate, dB (decibel), dBm (decibel milliwatt)