Doherty-Verstärker

Der Doherty-Verstärker ist ein HF-Verstärker, der nach seinem Erfinder William H. Doherty benannt und im Jahre 1936 entwickelt wurde. Er wurde in Funk- und Rundfunksendern mit mehreren tausend Watt eingesetzt.


Das Doherty-Prinzip erfährt in der modernen Mobilfunktechnik eine Renaissance und bietet den Vorteil der Effizienzsteigerung durch eine gesteuerte Lastabhängigkeit. Eingesetzt wird es in Relais- und Basisstationen von Long Term Evolution (LTE) und LTE-A (Advanced).

Vom Aufbau her besteht das Doherty-Konzept aus zwei HF-Verstärkern, von denen der Hauptverstärker nach der Verstärker-Klasse AB ständig arbeitet und die erzeugte Leistung an einen Lastwiderstand abgibt. Der parallel geschaltete zweite Verstärker ist ein Spitzenverstärker der C-Klasse, der nur bei hohen Leistungsspitzen dazu geschaltet wird. Durch die Zuschaltung des Spitzenverstärkers verändert sich die Lastimpedanz des Hauptverstärkers, der immer mit maximaler Ausgangsleistung arbeitet, gleichzeitig erfolgt eine Effizienzsteigerung.

Blockschaltbild des Doherty-Verstärkers

Blockschaltbild des Doherty-Verstärkers

Die Doherty-Architektur hat den Vorteil, dass sie hohe Verhältnisse zwischen Spitzen- und Durchschnittsleistung, Peak to Average Ratio (PAR), verarbeiten kann. Sie eignet sich daher ideal für Long Term Evolution, das mit hohen PAR-Werten arbeitet.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Doherty-Verstärker
Englisch: Doherty amplifier
Veröffentlicht: 08.11.2014
Wörter: 181
Tags: #Analogschaltungen
Links: AB (Anrufbeantworter), Basisstation, HF-Verstärker, Leistung, LTE (long term evolution)