Alohanet

Alohanet war das erste sternförmige Terminalverbindungssystem, das 1970 von der Universität Hawaii entwickelt wurde. Es handelte sich um ein HF-Kommunikationsnetz auf HF-Träger-Basis, das mit mehrere Funkkanälen arbeitete. Es hatte ein dezentrales Zugangsverfahren - ALOHA - mit Kollisionserkennung und bildete in gewisser Weise das Vorgängermodell für das klassische Ethernet.


Das im Alohanet benutzte Kollisionsverfahren für die Funkkanäle basierte darauf, dass der Teilnehmer, der zuerst die Trägerfrequenz besetzte, auch senden durfte.Die Stationen haben durch Abhören des Funkkanals festgestellt ob dieser frei war. Bei Kollisionen wurde der Sendeversuch abgebrochen und nach einer zufälligen Wartezeit wiederholt.

Beim Alohanet erfolgte die Übertragung in Form einer Datenpaketvermittlung. Ein Datenpaket hatte eine feste Paketlänge und bestand aus 32 Bit Header-Information, einer 16 Bit langen Blocksicherung für die Header-Information, aus einem bis zu 80 Byte langen Datenteil und einem 16 Bit langen Blocksicherungszeichen. Die Übertragung erfolgte in zwei 100-kHz-Kanälen mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 9,6 kbit/s. Bei Kollisionen wurden drei weitere Sendeversuche in zufälligen Zeitabständen unternommen.

Das Aloha-Verfahren kommt auch in RFID zum Einsatz. Dabei werden die Datenpakete, die dem Transponder zur Verfügung stehen, von diesem an das Lesegerät übertragen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Alohanet
Englisch: Alohanet
Veröffentlicht: 19.07.2011
Wörter: 196
Tags: #Sonstige WLANs
Links: Bit (binary digit), Byte, Datenpaket, Datenpaketvermittlung, DM (disconnect mode)