IS-IS (intermediate system to intermediate system protocol)
IS-IS-Protokoll
Das IS-IS-Protokoll (IS-IS) ist ein Router-Protokoll im OSI-Umfeld, das Router untereinander benutzen, um Routing-Informationen, Fehlermeldungen etc. auszutauschen.
Das OSI-Protokoll arbeitet nach einem ähnlichen Konzept wie das OSPF-Protokoll, nur ist es auf OSI-Adressen ausgelegt und insgesamt globaler gehalten als OSPF.
Das IS-IS-Protokoll unterstützt dynamisches Routing, es basiert auf einem Domain-Konzept und ermöglicht dadurch globale, flexible und hierarchische Modellierung.
Der Algorithmus ist sowohl für kleine als auch für große Netze geeignet (bis zu 10.000 Router und bis zu 100.00 Endknoten). IS-IS unterstützt vier verschiedene Metriken für die Leitungskapazität, Verarbeitungszeit, Kosten und die Fehlerrate der Verbindung.
Ein Intermediate-System kann eine beliebige Kombination dieser Metriken unterstützen; für jede Metrik berechnet es einen eigenen SPF-Baum und erstellt eine eigene Routingtabelle.
Der Einsatz verschiedener Metriken macht aufgrund der verschiedenen möglichen Netze (Ethernet, Token Ring, FDDI, X.25, Satellit) durchaus Sinn, da in einem Fall die Auslastung, im anderen die Kosten das wichtigere Kriterium sein können.
Im IS-IS-Protokoll gibt es vier verschiedene Nachrichtentypen zur Ermittlung der Netzwerktopologie. Dazu gehören das Link State Packet (LSP), die Partial Sequence Number PDU (PSNP) und die Complete Sequence Number PDU (CSNP). Die netztopologischen Informationen von diesen Nachrichtentypen werden in der Link State Database (LSDB) gespeichert und aktualisiert.
Das IS-IS-Protokoll wurde von der ISO entwickelt und zwischenzeitlich von der IEFT in Form der RFC 1142 übernommen, die durch RFC 1195 erweitert wurde.


