B-ISDN-Signalisierung
B-ISDN signalling
Bei B-ISDN-Netzwerken erfolgt die Signalisierung wie bei ISDN in getrennten Signalisierungskanälen. Da aufgrund der hohen Bandbreite und der Vielzahl der zu unterstützenden Dienste die Signalisierung eine hohe Komplexität aufweist, arbeitet man bei B-ISDN mit einer Meta-Signalisierung, einer Art Signalisierung der Signalisierungskanäle. Dabei werden die Signalisierungskanäle nach Bedarf eingerichtet. Die Meta-Signalisierung benutzt einen eigenen virtuellen ATM-Kanal (VC), mit VCI gleich 1 und VPI gleich 0. Die Einrichtung eines virtuellen Kanals für die Signalisierung kann ohne Vorhandensein einer AAL-Verbindung erfolgen, da die Befehle für die Metasignalisierung in einer ATM-Zelle übertragen werden. Nach dem Aufbau eines virtuellen Kanals werden von dem ATM Adaption Layer (AAL) aus die Signalisierungskanäle aufgebaut. Im Anschluss an diese zwei Schritte, Aufbau der Meta-Signalisierung und der Signalisierungskanäle, kann das Signalisierungsprotokoll aktiv werden. Dabei kommt das von der ITU vorgeschlagene Protokoll Q.2931, eine Erweiterung der D-Kanal-Protokolle Q.931 und Q.933, zum Einsatz. Q.2931 wird für den Verbindungsaufbau über öffentliche und private UNI-Schnittstellen sowie über private NNI-Schnittstellen benutzt.
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ATM-Signalisierung ![]() |
Als Vermittlungsprotokoll für B-ICI-Schnittstellen (Broadband Inter Carrier Interface) innerhalb der öffentlichen ATM-Netze wurde von der ITU das B-ISUP-Protokoll nach Q.2761 bis Q.2764 spezifiziert. Die Signalisierungsspezifikationen des ATM-Forums nähern sich schrittweise den ITU-Spezifikationen an. Mit UNI 3.0, UNI 3.1 und UNI 4.0 wird die Signalisierung für die UNI-Schnittstelle beschrieben, mit PNNI die Signalisierung für die private NNI-Schnittstelle und mit B-ICI 1.0/2.0 die Signalisierung für die öffentliche NNI-Schnittstelle.




