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3D-Fernsehen

3DTV (3D television)

3D-Fernsehen (3DTV) ist ein Fernsehsystem, das die dreidimensionale Bilddarstellung von Fernsehbildern ermöglicht. Das bedeutet, dass bei 3D-Fernsehen die gesamte Aufnahme-, Produktions-, Übertragungs- und Wiedergabetechnik für dreidimensionale Signale ausgelegt sein müsste. Dies ist aber nicht der Fall, zumindest nicht im Kontext mit Fernsehen, sondern nur für Video. Daher ist die Bezeichnung 3D-Fernsehen nicht ganz richtig, weil darunter Wiedergabesysteme gemeint sind, mit denen Videos von Blu-Ray-Discs dreidimensional dargestellt werden können. Diese Einschränkung ist wichtig, da über die Fernseh-Übertragungskanäle momentan keine regulären 3D-Programme ausgestrahlt werden, lediglich einige Testprogramme.


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Die Dreidimensionalität (3D) unterscheidet sich von der Zweidimensionalität durch den zusätzlichen Tiefeneindruck. 3D-Darstellungen sind plastischer als klassische 2D-Darstellungen, da sie der Realität entsprechen. Das Problem liegt in der Umsetzung der Tiefeninformation auf einem ebenen zweidimensionalen Bildschirm.

Vom Ansatz her gibt es diverse stereoskopische Verfahren, die bereits vor über hundert Jahren in der Fotografie eingesetzt wurden. Bei den stereoskopischen Verfahren wird das menschliche Sehverhalten nachempfunden, bei dem die Tiefeninformation durch den Abstand der beiden Augen bedingt ist. Beide Augen sehen perspektivisch unterschiedliche Bilder, die sich aus dem geringen Blickwinkelunterschied ergeben. Andere 3D-Verfahren arbeiten virtuell und fügen den ebenen 2D-Darstellungen eine Tiefeninformation hinzu. Wieder andere nutzen holografische Techniken oder bestimmte Effekte.

3D-Fernsehen 
     (3DTV), Foto: Philips
3D-Fernsehen (3DTV), Foto: Philips lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

3D-Fernsehen arbeitet in der Regel mit stereoskopischen Verfahren. Das bedeutet, dass die Bilder mit zwei geringfügig versetzten Kameras aufgenommen werden. Es entstehen also zwei Bilder mit geringen Blickwinkelunterschieden. Diese werden produktionstechnisch verarbeitet, komprimiert und gespeichert. Als Speichermedium steht mit der Blu-Ray-Disc ein schnelles Speichermedium mit extrem hoher Speicherkapazität und kurzen Transferraten zur Verfügung. Dieses Medium bietet hinreichend Speicherplatz für die Speicherung der beiden stereoskopischen Bilder. Die Wiedergabe setzt allerdings einen 3D-fähigen Blu-Ray-Player voraus. Die dreidimensionale Darstellung erfolgt anschließend auf einem 3D-Display.

Farbfilterbrille mit unterschiedlichen Farbfiltern, Foto: glassesfree3dtv.com
Farbfilterbrille mit unterschiedlichen Farbfiltern, Foto: glassesfree3dtv.com lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Von den diversen stereoskopischen Verfahren kommt bei 3DTV das Verfahren zum Einsatz, bei dem in zwei aufeinanderfolgenden Frames zwei perspektivisch versetzte Bilder für das linke und das rechte Auge übertragen werden. Dieses Verfahren benutzt zur Trennung der beiden Bilder eine Shutterbrille, die vom Display aus gesteuert wird. Dadurch sieht das linke Auge nur das eine Bild, das rechte Auge das perspektivisch versetzte zweite Bild. Die Augen erhalten dadurch einen plastischen Eindruck, der vom Gehirn als dreidimensionale Darstellung umgesetzt wird.

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