Speicherkarte

  1. Speicherkarten sind Chipkarten ohne eigene Prozessorleistung. Sie haben einen Festwertspeicher (ROM) für das Betriebssystem sowie ein Memory, meist ein Electrically Erasable PROM (EEPROM), und eine Adress- und Sicherheitslogik.


    Solche Speicherkarten sind für spezielle Anwendungen konzipiert und haben gegenüber einer Smartcard eine eingeschränkte Funktionalität, sind daher auch wesentlich preiswerter herzustellen. Typische Beispiele für solche Speicherkarten sind die Versichertenkarten der Krankenkassen, Einkaufskarten von Handelsketten, Telefonkarten, Clubkarten uva.
  2. Als Speicherkarten werden auch kleine Speichererweiterungskarten bezeichnet, die einen Schreib- und Lesespeicher haben. Sie dienen in Laptops, Notebooks, Handhelds, MP3-Playern, Digitalkameras und Camcordern zur Speicherung von Bild- oder Musikdateien.

    Aufbau einer Speicherkarte mit Speichern und Sicherheitslogik

    Aufbau einer Speicherkarte mit Speichern und Sicherheitslogik

    Einer der bekannteren Karten-Standard ist die PCMCIA-Card, die später in PC-Card umbenannt und im Jahr 2004 von der ExpressCard abgelöst wurde. Bei der PCMCIA-Karte handelt sich dabei um eine Einsteckkarte im Scheckkartenformat, die es in drei unterschiedliche Dicken gibt. Bei den kleineren Speicherkarten, die wesentlich kleiner und dünner sind als die PC-Card, gibt es verschiedene miteinander inkompatible Typen, die aber alle als Flash-Speicher arbeiten und über entsprechende Adapter an den PC-Card-Bus angeschlossen werden können.

    Compact-Flash-Karte mit 512 MB von Transcend. Foto: 
   PoHo Multimedia GmbH

    Compact-Flash-Karte mit 512 MB von Transcend. Foto: PoHo Multimedia GmbH

    Dazu gehören Smart Media Card, Compact-Flash-Karte (CF), Multimedia Card (MMC), MemoryStick (MS), xD Picture Card, Secure Digital Card (SD) und microSD-Karte. Zu den neueren Speicherkarten, die sich durch wesentlich höhere Schreib-/Lesegeschwindigkeiten auszeichnen, gehören die CFast und die XQD-Karte von Sony. Für embedded Anwendungen in Mobilgeräten wurde die eMMC-Karte, Embedded Multimedia Card (eMMC) und die Universal Flash Storage Card (UFS) entwickelt und von der JEDEC standardisiert. Mit Letzterer werden Datenraten von über 1 Gbit/s erreicht.

    Speicherkarten werden in den Peripheriegeräten, in denen sie eingesetzt sind, ausgelesen. Es gibt aber auch eigenständige Flash-Kartenleser, die die Daten wesentlich schneller transferieren und die nicht formatgebunden sind, also mehrere Flash-Speicherformate unterstützen. Als Dateisystem benutzten Speicherkarten FAT32 und vorallem Extended File Allocation Table (exFAT) mit einem 64-Bit-Adressraum.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Speicherkarte
Englisch: memory card
Veröffentlicht: 01.07.2016
Wörter: 326
Tags: #Speicherkarten
Links: Adapter, BS (Betriebssystem), Camcorder (camera recorder), CF (compact flash card), Chipkarte