Sicherungskopie

Ein Backup ist eine Sicherungskopie, die durch Kopieren von Datenfiles, Directorys oder Programmen erstellt wird. Backups dienen im Falle der Datenbeschädigung oder des Datenverlustes der Wiederherstellung der Originaldaten. Die Methoden, die Speichermedien und die Häufigkeit der Datensicherung hängen von der Aktualität und der Nutzungshäufigkeit ab.


Backups finden normalerweise auf Dateiebene statt. Eine geänderte Datei wird dabei komplett an den Server übertragen und in den Massenspeichern gespeichert. Je nach Backup-Strategie können die gesamten Dateien gespeichert werden, was erhebliche Geschwindigkeitsvorteile bei der Wiederherstellung mit sich bringt. Man spricht in diesem Fall von der Datensicherung auf Volumen-Ebene oder von einem Voll-Backup. Beim Voll-Backup werden komplette 1:1-Kopien der Datenquelle erstellt und einem oder mehreren Backup-Medien wie Festplatten oder im Falle des Online-Backups in der Cloud gespeichert.

Werden nur die seit dem letzten Voll-Backup geänderten Dateien gespeichert, spricht man von einem Differential Backup. Dabei werden nur die Dateien gesichert, die sich nach der letzten Vollsicherung geändert haben oder die neu hinzugekommen sind. Die neu gesicherten Dateien werden markiert; ein vollständiges Backup wird durch das Hinzufügen der letzten differenziellen Datensicherung zum letzten Voll-Backup erreicht.

Backup-Technologien

Backup-Technologien

Anders ist es beim Incremental Backup bei dem in regelmäßigen Zeitabständen nur die Daten gespeichert werden, die sich gegenüber der vorherigen Datensicherung geändert haben. Jede Datensicherung ist ein Abbild der Datenänderungen zwischen der Sicherungsquelle und dem letzten inkrementellen Backup. Wobei das letzte Backup ein Voll-Backup oder ein differenzielles Backup sein kann.

Optimierung vor der Datensicherung

Findet vor der Sicherung eine Optimierung der Dateien statt, in dem nur die geänderten Blöcke einer Dateien zur Sicherung übertragen werden, handelt es sich um eine Datensicherheit auf Blockebene. Dieses Verfahren kommt vorwiegend bei geringen Übertragungskapazitäten zum Einsatz. Erfolgt die Datensicherung zu einem bestimmten Augenblick, spricht man von Snapshot oder einer Momentaufnahme.

Um im Tagesbetrieb die langsame Langzeitarchivierung auf Bandlaufwerken zu umgehen, können Tapeless Backups (TLB) als Disk-Backup (D2D), Disk to Disk to Tape (D2D2T) oder Disk to Disk to Cloud (D2D2C) ausgeführt werden. Zur Reduzierung der Datenmenge kann die Technik der Deduplizierung benutzt werden.

Das Mounten von Backups

Bei virtuellen Maschinen besteht die Möglichkeit Backups zu Mounten. Dieser Begriff bezieht sich auf das Einbinden von Dateisystemen. Beim Mounten muss das an den Rechner angeschlossene Speichermedium - die Festplatte, der USB-Stick etc. - diesem bekannt gemacht werden. Dazu liest das Betriebssystem einige Daten und Verzeichnisse. Beim Mounten wird das Image der virtuellen Maschine auf dem Backup-Server abgebildet und kann direkt in Betrieb genommen werden, wodurch sich die Wiederanlaufzeit, die Recovery Time Objective (RTO), erheblich reduziert. Wird ausschließlich mit Backup-Servern gearbeitet, dann laufen die Anwendungen beim Mounten vom Backup-Server, was bestimmte zeitliche Einschränkungen mit sich bringt.

Backup-Systeme sind in der Regel Server-basiert, es gibt aber auch serverlose Backups. Als typische Backup-Speichermedien sind zu nennen Bandlaufwerke, Bandbibliotheken, Autoloader, DVDs, HD-DVDs, Blu-Ray-Discs, Disk-Arrays, Jukeboxen und Festplatten.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Sicherungskopie
Englisch: backup
Veröffentlicht: 24.02.2016
Wörter: 487
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Links: Autoloader, Backup-Server, Bandbibliothek, Bandlaufwerk, BS (Betriebssystem)