Demand-Priority-Verfahren

Demand-Priority (DP) wird als Zugangsverfahren bei 100Base-VG verwendet. Das Demand-Priority-Verfahren ist ein Polling Mode, bei dem ein Repeater die einzelnen Endgeräte nach Übertragungswünschen abfragt. Jedes Endgerät signalisiert dem Repeater seinen Sendewunsch mit einer Prioritätskennung (niedrig oder hoch). Die Verteilung der Senderechte erfolgt innerhalb der Prioritätsklassen nach einem Round-Robin-Verfahren. Da die Vergabe der Senderechte beim Repeater liegt, kann er bei zeitkritischen Anwendungen wie z.B. bei interaktiven Video-/Audio-Anwendungen für eine garantierte Übertragungsbandbreite sorgen. Damit kann das Übertragungsmedium bis nahe 100% ausgelastet werden.


Der Repeater kann kaskadiert werden, so dass größere Netze aufgebaut werden können. Der Repeater kennt die zwei Arbeitsmodi Privacy Mode und Promiscuous Mode. Im Privacy Mode werden die Datenpakete lediglich an den Adressaten gesendet; diese Betriebsart verwenden die Endgeräte, so dass an einem Endgeräteport nur die Datenpakete für den jeweiligen Empfänger ankommen.

Im Promiscuous Mode hingegen werden die Datenpakete an alle versendet; diese Betriebsart wird zwischen den Repeatern verwendet, ebenso bei Brücken und Protokollanalysatoren.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Demand-Priority-Verfahren
Englisch: demand priority access method - DPAM
Veröffentlicht: 09.01.2011
Wörter: 168
Tags: #Fast-Ethernet
Links: 100Base-VG, Aufrufbetrieb, Brücke, Datenpaket, Empfänger