Verstärkung

Das Übertragungsverhalten von Vierpolen ist durch ihre Eingangspegel und ihre Ausgangspegel bestimmt. Bei diesen Pegeln kann es sich um Spannung, Strom oder Leistung handeln. Setzt man den Ausgangspegel ins Verhältnis zum Eingangspegel, dann erhält man die Verstärkung oder Dämpfung des Vierpols.

Ist das Verhältnis <1, dann ist das Ausgangssignal größer als das Eingangssignal, das bedeutet, dass der Vierpol das Signal verstärkt. Ist der Pegel des Ausgangssignals >1, dann ist das Ausgangssignal kleiner als das Eingangssignal, der Vierpol dämpft den Signalpegel.

Verstärkung und Dämpfung eines Vierpols

Verstärkung und Dämpfung eines Vierpols

Beide Größen, die Verstärkung ebenso wie die Dämpfung können als dimensionsloses Verhältnis oder in Dezibel (dB) angegeben werden. Der Faktor in der die Verstärkung angegeben wird, wird als Verstärkungsfaktor bezeichnet, der dB-Wert der Verstärkung als Verstärkungsmaß. Bei Spannungen und Strömen ergibt sich das Verstärkungsmaß aus dem 20-fachen Briggschen Logarithmus der Verstärkung. Bei leistungsbezogenen Verhältnissen ist es der 10-fache Wert. Solange der Verstärkungsfaktor größer als 1 ist und der dB-Wert positiv, verstärkt der Vierpol, bei Verhältnissen unter 1 und bei negativen dB-Werten dämpft er das Signal.

Reihenschaltung von Verstärkern und Dämpfungsliedern

Reihenschaltung von Verstärkern und Dämpfungsliedern

Werden mehrere Verstärker und Dämpfungsglieder hintereinander geschaltet, kann die Gesamtverstärkung durch die Multiplikation der Verstärkungsfaktoren oder durch Addition der dB-Werte ermittelt werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Verstärkung
Englisch: amplification
Veröffentlicht: 10.03.2010
Wörter: 227
Tags: #Kenngrößen der Nachrichtentechnik
Links: Dämpfung, Dämpfungsglied, dB (decibel), Leistung, Pegel