Schneidklemmtechnik

Die Schneidklemmtechnik (IDC) ist eine praktikable, lötfreie Technik um Leiter in Buchsen anzuschließen. Bei dieser Verbindungstechnik müssen die Leiter nicht vorbehandelt und abisoliert werden, sondern sie werden mit ihrer Isolierung auf die Schneidklemme gelegt und mit einem Spezialwerkzeug in die Klemme hineingedrückt.


Da die Schneidklemme scharfe Kanten hat, wird die Isolierung beim Hineindrücken des Leiters von der Schneidklemme durchtrennt und die Ader mit der Klemme verbunden.

Schneidklemmen in einer RJ-45-Datendose

Schneidklemmen in einer RJ-45-Datendose

Die Vorteile liegen darin, dass die Ader nicht abisoliert werden muss, durch die Isolation eine Oxidation weiterhin verhindert wird und die Leitungswerte nicht durch das Entfernen der Isolation verändert werden. Diese Auflegungsart ist nicht für Litzenleiter geeignet, sondern nur für Adern, wie sie im Etagenbereich verwendet werden.

Schneidklemme

Schneidklemme

Neuere Techniken verzichten auf das Spezialwerkzeug und nutzen das Schließen einer speziell konstruierten Abdeckung zum Einpressen der Adern in die Schneidklemmen. Schneidklemmverbindungen sind in IEC 60352-3 und IEC 60352-4 und den entsprechenden DIN-Vorschriften spezifiziert.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Schneidklemmtechnik
Englisch: insulation displacement connection - IDC
Veröffentlicht: 31.03.2016
Wörter: 160
Tags: #Datenstecker
Links: Ader, IEC (international electrotechnical commission), Isolierung, Leiter, Verbindung