Konsolidierung

Konsolidierung ist ein Begriff aus der Finanzwelt, der auch in der Informationstechnik Einzug gehalten hat. Er steht in der IT-Welt für Vereinheitlichung und Zusammenführung von Systemen, Datenbeständen und Anwendungen mit dem Ziel, die IT-Infrastruktur zu vereinfachen und skalierbarer zu machen.


In der Computertechnik kennt die Konsolidierung unterschiedliche Erscheinungsformen und kann sich nach einem Modell des IDC-Marktforschungsunternehmens auf unterschiedliche Ebenen beziehen, die in unmittelbaren Zusammenhang mit der Gesamtkapitalrentabilität (ROI) stehen. Allgemein führt die Konsolidierung der Resourcen zur Verbesserung des Return on Investment (ROI). Mit steigendem ROI-Potential unterscheidet das Marktforschungsunternehmen vier Konsolidierungsstufen: die logische Konsolidierung, die physikalische, die Konsolidierung der Arbeitslasten und der Anwendungen.

Die unterste Ebene der Konsolidierung, die logische Konsolidierung, bezieht sich auf die Vereinheitlichung und Vereinfachung von Verwaltungsaufgaben, auf die Wartung und den Benutzersupport. Die physikalische Konsolidierung umfasst die Computertechnik, die Konzentration von Storage-Systemen oder Servern hin zu Blade-Servern, sowie die effiziente Nutzung der Rechner- und Speicherressourcen. Die Konsolidierung der Arbeitslast bezieht sich auf die Vereinheitlichung der Betriebssysteme, die Nutzung von Standards und Standardkomponenten sowie auf die Performance und Multiprozessorfähigkeit.

Die Zentralisierung der IT-Infrastruktur findet in der Konsolidierung der Anwendungen ihre Fortsetzung. Virtuelle Techniken wie Speichervirtualisierungen stehen dabei im Vordergrund; vorwiegend Techniken, die keine oder nur wenige Eingriffe durch den Administrator benötigen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Konsolidierung
Englisch: consolidation
Veröffentlicht: 10.04.2012
Wörter: 210
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Links: administrator, BS (Betriebssystem), Blade-Server, Erbium, Informationstechnik