Drehkondensator

An Kondensatoren mit variabler Kapazität gibt es den mechanischen Drehkondensator und den Trimmer, als elektronisches Bauelement mit variierbarer Kapazität die Kapazitätsdiode. Die genannten werden für abstimmbare Frequenzeinstellungen in Schwingkreisen, Oszillatoren oder Filtern eingesetzt.


Der klassische, aus den Anfangszeiten der Rundfunktechnik her bekannte Drehkondensator (Drehko), wird immer noch in speziellen Oszillatoren für Frequenzabstimmungen eingesetzt. Ein Drehkondensator besteht aus zwei Metallplattenpaketen, einem festen und einem beweglich drehbaren, die kammförmig ineinander greifen. Das feste Plattenpaket ist der Stator, das bewegliche der Rotor. Bei dem zwischen den Elektroden liegenden Dielektrikum kann es sich um Luft oder um eine Isolationsfolie handeln. Die Kapazität des Drehkondensators wird umso größer, je weiter der Rotor in den Stator hinein gedreht wird. Die Überdeckungsflächen der beiden Elektroden bestimmen somit die Kapazität, die durch den Drehwinkel verändert werden kann.

Drehkondensator, Foto: lmtm.de

Drehkondensator, Foto: lmtm.de

Die Form der Metallelektroden ist dem Abstimmverhalten angepasst. Durch die Formgebung wird ein lineares, logarithmisches oder anwenderspezifisches Abstimmverhalten erzielt. Der Abstand der Elektroden, d.h. der Metallplatten, ist maßgeblich für die Durchschlagsfestigkeit des Drehkondensators.

Trimmer in verschiedenen Bauformen, Foto: Oppermann Electronic

Trimmer in verschiedenen Bauformen, Foto: Oppermann Electronic

Trimmkondensatoren oder kurz Trimmer sind verkleinerte Drehkondensatoren, die mit zwei metallbeschichteten Scheiben arbeiten und mit dem Schraubenzieher eingestellt werden. Sie werden nur zum Feinabgleich von Oszillator- oder Filterfrequenzen benutzt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Drehkondensator
Englisch: variable capacitor
Veröffentlicht: 03.04.2011
Wörter: 215
Tags: #Passive Bauelemente
Links: Dielektrikum, Durchschlagsfestigkeit, Elektrode, Filter, Kapazität