Kapazitätsdiode

Eine Kapazitäts- oder Varaktordiode ist eine Diode, die die Funktion eines veränderbaren Kondensators erfüllt. Als Kapazität wirkt die PN-Schicht, die in Sperrrichtung betrieben und deren Raumladungszone gesteuert wird.


Bei Anlegen einer Spannung baut sich in der Sperrschicht ein elektrisches Feld auf, das sich bei Spannungserhöhung vergrößert. Dadurch vergrößert sich ebenfalls die Breite der ladungsfreien Zone, wodurch die Sperrschichtkapazität sinkt. Die Kapazitätsänderung liegt im Picofarad-Bereich bei etwa 5 pF/V bis 10 pF/V und ist über einen großen Spannnungsbereich proportional der Wurzel der angelegtren Sperrspannung. Der Abstand zwischen den Kondensatorplatten verändert sich in Abhängigkeit von der Dicke der Sperrschicht und diese wiederum von der Höhe der angelegten Sperrspannung. Die Kondensatorplatten selbst sind abhängig von der Konstruktion der Kapazitätsdiode.

Kennlinie und Schaltzeichen der Kapazitätsdiode

Kennlinie und Schaltzeichen der Kapazitätsdiode

Kapazitätsdioden werden als steuerbare Kapazitäten in Schwingkreisen und spannungsgesteuerten Oszillatoren (VCO) eingesetzt und ersetzen die mechanischen Drehkondensatoren in Funkempfängern.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Kapazitätsdiode
Englisch: capacity diode
Veröffentlicht: 29.05.2014
Wörter: 160
Tags: #Passive Bauelemente
Links: Diode, Drehkondensator, Elektrisches Feld, Kapazität, Kondensator