Bikonische Antenne

Antennen mit konisch angeordneten Antennenelementen wurden bereits in den Anfangsjahren der Funktechnik entwickelt und eingesetzt. Die Weiterentwicklung der konischen zu bikonischen Antennen führte später zu der Discone-Antenne, bei der eine konische Antenne unverändert existent ist, die andere auf eine Strahlungsebene reduziert wurde.


Eine bikonische Antenne besteht aus zwei konischen Antennen, die die gleiche Größe und den gleichen Konus haben, aber in entgegengesetzter Richtung auf der gleichen Achse angebracht sind. Sie bestehen aus sechs oder acht Antennenelementen, die am Ende in der Antennenachse zusammengefügt sind. Diese Zusammenfassung der Antenennelemente wird als Antennenhut bezeichnet, hat aber nur einen geringfügigen Einfluss auf die Antenneneigenschaften.

Aufbau 
   einer bikonischen Antenne

Aufbau einer bikonischen Antenne

Bei der bikonischen Antenne ist die Antennenimpedanz eine Funktion des konischen Winkels, in dem die Antennenelemente angebracht sind. Bei einem bestimmten Konuswinkel ändert sich die Antennenimpedanz nur geringfügig über einen großen Frequenzbereich. Die Abstrahlcharakteristik entspricht einer acht. Die relativ konstante Antennenimpedanz und die stabile Abstrahlcharakteristik der bikonischen Antenne sind ideale Eigenschaften für breitbandige Übertragungen.

Bikonische Antenne, Foto: schwarzbeck.com

Bikonische Antenne, Foto: schwarzbeck.com

Solche Antennen werden vorzugsweise für Messungen der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) eingesetzt und decken den Frequenzbereich zwischen 60 MHz und 200 MHz ab. Unterhalb von 60 MHz verschlechtert sich das Stehwellenverhältnis.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Bikonische Antenne
Englisch: biconical antenna
Veröffentlicht: 02.12.2012
Wörter: 204
Tags: #Antennen
Links: Abstrahlcharakteristik, Antenne, Antennenimpedanz, Discone-Antenne, EMV (Elektromagnetische Verträglichkeit)