Best-Effort-Prinzip

Die Bezeichnung Best-Effort-Prinzip wird in Netzwerktechnologien benutzt, die keine Datensicherungsmechanismen in der Sicherungsschicht haben. Wörtlich übersetzt bedeutet Best Effort Delivery so viel wie "die Auslieferung nach bestem Bemühen".


Bei der Best-Effort-Übertragung werden alle Daten gleichberechtigt übertragen, also mit gleicher Qualität. Die Netze verhalten sich dabei neutral. Die Übertragung setzt somit Netzneutralität voraus.

In den TCP/IP-Protokollen funktioniert diese Technik zufriedenstellend, weil das IP-Protokoll davon ausgeht, dass das zugrunde liegende Netz eine nicht gesicherte Verbindung verbindungslos zur Verfügung stellt. Das IP-Protokoll zusammen mit dem User Datagram Protocol (UDP) stellt einen Best-Effort-Delivery-Service für Anwenderprogramme bereit.

Da die Internet-Protokolle ursprünglich nur für den Transport von zeitunkritischen Daten gedacht waren, so etwa für E-Mails oder Dateitransfer, ist das Best-Effort-Prinzip für die Übertragung von zeitkritischen Daten wie für VoIP oder Videokonferenzen nicht mehr aufrechtzuhalten. Aus diesem Grund wurden in den Standards für die Dienstgüte Datenpakete in drei Klassen eingeteilt. Das Best-Effort-Prinzip soll von Integrated Services (IntServ) abgelöst werden, da es den Echtzeitanwendungen nicht gerecht wird.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Best-Effort-Prinzip
Englisch: best effort delivery - BE
Veröffentlicht: 29.05.2017
Wörter: 174
Tags: #Transportprotokolle
Links: Aufwand, Daten, Datenpaket, Echtzeitanwendung, E-mail (electronic mail)