Solid-State-Drive

Während bei der klassischen, magnetisch arbeitenden Festplatte, der Hard Disk Drive (HDD), die Daten auf der magnetisierbaren Oberfläche des Speichermediums gespeichert werden, arbeiten Solid State Drives (SSD) mit Flash-Speichern.


Ein Vorteil von Solid-State-Drives ist der, dass sie keine Mechanik haben und dadurch wesentlich schneller auf die Daten zugreifen können als klassische Festplatten, bei denen die Schreib-/Leseköpfe etwa 5 ms bis 10 ms für die Ansteuerung auf die Ablageposition der Datensätze benötigen. Bei den in SSD-Drives eingesetzten Flash-Speichern handelt es sich um NAND-Flash-Speicher, die für diese Operation etwa 0,1 ms bis 0,2 ms benötigen. Daher können SSD-Drives viele tausend Anfragen in der Sekunde beantworten. Was die Datentransferraten betrifft, so erreichen Flash-Drives beim Lesen Geschwindigkeiten von 2,5 GB/s, beim Schreiben von Daten in den SSD-Speicher sind es noch 1,3 GB/s.

2,5'-SSD-Disk 
   mit 200 GB Speicherkapazität, Foto: Seagate

2,5'-SSD-Disk mit 200 GB Speicherkapazität, Foto: Seagate

Da Solid State Drives keine Mechanik haben, arbeiten sie geräuschlos, sind leichter und haben einen geringeren Stromverbrauch. So wiegen 2,5"-SSDs etwa 50 g und damit weniger als Hälfte von Festplatten. Ihre Leistungsaufnahme liegt bei etwa einem Watt (W).

Dank der Flash-Speichertechnik mit Single Level Cells (SLC), Multi Level Cell (MLC), Triple Level Cell (TLC) und Quad Level Cell (QLC) kann man auf kleinsten Raum SSD-Speicher mit mehreren Terabyte (TB) aufbauen und hat dabei den Vorteil, dass keine Zeit für die Positionierung der Schreib-/Leseköpfe erforderlich ist. Die Zugriffszeiten sind äußerst kurz und liegen bei 30.000 Ein-/Ausgabeoperationen pro Sekunde. Allerdings ist durch die Technik der Flash-Speicher die Anzahl an Schreib- und Löschvorgängen begrenzt. Sie wird durch die Drive Writes Per Day (DWPD) bestimmt. Der DWPD-Wert sagt aus, wie oft der komplette Speicherplatz eines SSD-Drives innerhalb von 24 Stunden überschrieben werden kann.

SSDs gibt es im Format von Miniatur-Festplatten mit SATA-Schnittstelle und PCI-Express in M.2-Bauform. Die Speicherkapazitäten können über 50 Terabyte (TB) und die Datenraten bei SATA 3 bis zu 600 MB/s und bei PCIe 3.0 mit vier Lanes 2,5 GB/s betragen.

Formfaktoren von Solid-State-Drives (SSD)

Formfaktoren von Solid-State-Drives (SSD)

Solid-State-Drives (SSD) werden auch in Kombination mit normalen Festplattenlaufwerken (HDD) eingesetzt und nutzen so die Vorteile beider Techniken. Die kombinierten Hybrid-Festplattenlaufwerke heißen Solid State Hybrid Drive (SSHD). Mehrere SSD-Drives können als Solid State Arrays (SSA) oder All-Flash-Arrays zu größeren Speichereinheten zusammengefasst werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Solid-State-Drive
Englisch: solid state drive - SSD
Veröffentlicht: 17.09.2019
Wörter: 377
Tags: #Disketten, Festplatten
Links: All-Flash-Array, Daten, Datenrate, Datensatz, Datentransferrate