EMP (electromagnetic pulse)

Bei elektromagnetischen Pulsen (EMP) handelt es sich um elektromagnetische Störfelder, die von hochenergetischen Entladungen wie nuklearen Explosionen ausgelöst werden.

Die Störfelder haben enorme Feldstärken und können Kommunikationseinrichtungen und Kommunikationsendgeräte nachhaltig stören und beschädigen. So beispielsweise öffentliche Übertragungsnetze, Satellitenverbindungen, Vermittlungseinrichtungen und Computer.

Ein elektromagnetischer Puls, der von einer nuklearen Explosion generiert werden, besteht aus einem kontinuierlichen Frequenzspektrum. Der größte Teil der Energie wird im Frequenzbereich zwischen 3 Hz und 30 kHz abgestrahlt.

Je nach Höhe in der die elektromagnetischen Pulse erzeugt werden, unterscheidet man zwischen Low-Altitude Electromagnetic Pulses (LAEMP) und High-Altitude Electromagnetic Pulses (HAEMP). Erstere entstehen in Bodennähe, in Höhen bis zu etwa 2.000 m, letztere treten in Höhen bis zu 10.000 auf., bei Nuklearexplosionen sogar bei Höhen bis 40 km. Den EMP-Puls in der Quellzone der Kernexplosion nennt man Source Region Electromagnetic Pulse (SREMP).

Informationen zum Artikel
Deutsch: Elektromagnetischer Puls
Englisch: electromagnetic pulse - EMP
Veröffentlicht: 04.04.2013
Wörter: 144
Tags: #Elektromagnetische Verträglichkeit
Links: Computer, Feldstärke, Frequenzbereich, HEMP (high-altitude electromagnetic pulse), Hertz