MPP (massive parallel processing)
Massive Parallel Processing (MPP) ist eine Computerarchitektur von Parallelrechnern, die in technisch-wissenschaftlichen Anwendungen zum Einsatz kommt. Bei ihr verfügt jeder einzelne der zahlreichen Prozessoren über eigene Ressourcen sowie eine Kopie des Betriebssystems. In einigen Implementierungen greifen die Prozessoren auf eigene Festplatten zu, andere haben ein Festplattenpool aufgebaut. Die Prozessoren kommunizieren untereinander durch den Austausch von Nachrichten. Daher richtet sich die Entwicklung auf die Verbindungstechnik und -topologie zwischen den in großer Anzahl vorhandenen Prozessoren.
Beim Massive Parallel Processing laufen alle Prozessoren - das können mehrere tausend sein - parallel und arbeiten ein einzelnes Programm ab. Es gibt die unterschiedlichsten technischen Ansätze für das MPP-Processing. Diese Ansätze unterscheiden sich darin, wie die einzelnen Prozessoren mit den Memorys kommunizieren, oder ob alle Prozessoren die gleichen oder unterschiedliche Befehlssätze ausführen, so beispielsweise als Single Instruction Multiple Data (SIMD) oder als Multiple Instruction Multiple Data (MIMD). Darüber hinaus unterscheiden sich Parallelrechner dadurch, ob sie mit symmetrischen oder asymmetrischen Multiprozessoren arbeiten.


