dB(A) (decibel filter)

Das Hör- und Lautstärkeempfinden des Menschen wird durch das psychoakustische Gehörempfinden, das sich in der Hörcharakteristik ausdrückt, bestimmt. Um den vom menschlichen Gehör empfundenen Schalldruck bewerten zu können, wird daher bei Messungen des Schalldrucks an Arbeitsstätten das Hörempfinden nachgebildet.


Zu diesem Zweck werden den Schallpegelmessgeräten Filter vorgeschaltet, die die anatomischen Charakteristiken des menschlichen Gehörs und die Hörcharakteristik nachbilden. Diese Schalldruckbewertung deren Filtercharakteristik auf einer Frequenzbewertungskurve mit einer Lautstärke von 40 Phon basieren, wird mit dem Buchstaben (A) gekennzeichnet. Bei hohen und tiefen Frequenzen sind für das gleiche Lautstärkeempfinden höhere Schalldrücke erforderlich als bei der mittleren Frequenz von 1 kHz.

Filtercharakteristiken für die Lautstärkebewertung

Filtercharakteristiken für die Lautstärkebewertung

Das dB(A) ist ein logarithmischer Wert, der ähnliche Aussagekraft hat wie das Phon. Zwischen beiden Größen gilt das 0 dB(A) gleich 2 x 10exp-5 Pascal (Pa) Schallwechseldruck bei 1 kHz entsprechen. Dieser Wert ist gleichzeitig die Hörschwelle.

dB(A)-Bewertung der Lautstärke

dB(A)-Bewertung der Lautstärke

Die dB(A)-Messungen und -Werte sind in der Arbeitsstättenverordnung zum Schutz der Arbeiter gegen die Immission von Lärm festgelegt. Es gibt eine TA-Richtlinie vom VDI aus denen die dB(A)-Werte für Industrie-, Gewerbe- oder Wohngebiete für Tag und Nacht hervorgehen. Für den PC-Arbeitsplatz sind die Grenzwerte nicht nur in der Arbeitsstättenverordnung festgelegt, sondern auch in den TCO-Richtlinien. Nach TCO 95 darf danach der Grenzwert beim Betrieb eines Personal Computers 38 dB(A) nicht überschreiten, im Leerlauf sind es 32 dB(A).

Für Bewertungen von höheren Lautstärken gibt es die Filterkurven (B) und (C) und die dB-Bewertungen dB(B) und dB(C).

Informationen zum Artikel
Deutsch:
Englisch: decibel filter - dB(A)
Veröffentlicht: 24.03.2011
Wörter: 274
Tags: #Akustik-Grundlagen
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