computational storage

Computational Storage ist ein Konzept für die rechnergestützte Datenspeicherung. Das Konzept unterscheidet sich von der derzeit angewendeten Datenverarbeitung dadurch, dass die gespeicherten Daten unmittelbar auf der Speicherebene verarbeitet werden und nicht zur Rechenebene übertragen und dort verarbeitet werden.


Bei der traditionellen Datenverarbeitung und Datenanalyse wird die für die Datenanalyse benötigte Teilmenge der Daten aus einem Terabyte-Speicher in kleinere Speicher der Rechenebene verschoben, wo sie von der Zentraleinheit verarbeitet werden. Entsprechende Arbeitsspeicher sind RAMs und DRAMs, ihre Speicherkapazität liegt bei mehreren Gigabyte. Anders ist es beim Computational Storage, bei dem die Rechendienste direkt auf der Speicherebene bereitgestellt werden. Dadurch müssen die Daten nicht mehr verschoben werden, was dem Echtzeit-Computing zu Gute kommt. Das Computational Storage-Konzept arbeitet mit mehreren Mehrkernprozessoren, die verschiedene Funktionen wie die Indexierung der Daten bei der Speicherung, die Suche nach Einträgen oder die Unterstützung von Programmen für künstliche Intelligenz. Ein wesentlicher Aspekt liegt in der Echtzeit-Speicherung und -analyse.

Die Storage Networking Industry Association (SNIA) hat sich mit der Computational Storage Technical Working Group (TWG) dieses Themas angenommen und zwei Komponenten für das Computational Storage definiert: Das Computational Storage Drive (CSD) als Komponente, die Rechendienste im Speichersystem bereitstellt, und den Computational Storage Processor (CSP) der Rechendienste im Speichersystem bereitstellt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Rechnergestützte Datenspeicherung
Englisch: computational storage
Veröffentlicht: 28.03.2019
Wörter: 212
Tags: #Storage-Konzepte
Links: Arbeitsgruppe, ASP (Arbeitsspeicher), Aspekt, CPU (central processing unit), Daten