ZF-Verstärker

Bei allen Superheterodyne-Empfängern wird aus der modulierten Eingangsfrequenz durch Mischung mit einer Oszillatorfrequenz eine Zwischenfrequenz (ZF) gewonnen. Diese Technik hat den Vorteil, dass die Zwischenfrequenz niedriger ist als die Eingangsfrequenz, einen festen Wert hat und deswegen selektiver verstärkt werden kann als ein breitbandiges Eingangssignal.


Die Höhe der Zwischenfrequenz ist abhängig von der Empfängertechnik und ist weltweit einheitlich. Bei Rundfunk-Empfängern für Langwelle, Mittelwelle und Kurzwelle liegt sie bei 455 kHz, bei UKW bei 10,7 MHz und bei Fernseh-Empfängern bei 27 MHz.

Funktion des ZF-Verstärkers

Funktion des ZF-Verstärkers

Schaltungstechnisch handelt es sich um einen Verstärker mit einem Filter, wobei, um die Empfangstechnik selektiver zu gestalten, häufig mehrere HF-Verstärker mit Filterfunktionen hintereinander geschaltet werden. Bei den Filtern handelt es sich in der Regel um LC-Glieder; bei höherer Selektion treten anstelle der LC-Glieder Keramikfilter oder Quarzfilter. Ein solcher ZF-Verstärker arbeitet als Bandpass mit der entsprechenden Bandbreite, hoher Trennschärfe und Unterdrückung benachbarter Frequenzen. Er verstärkt nur die Zwischenfrequenzen.

Damit sich ZF-Verstärker den unterschiedlichen Empfangsbedingungen anpassen können und dadurch Signale in einen möglichst großen Dynamikbereich verstärken können, sind sie mit einer Verstärkungsregelung ausgestattet. Dabei wird aus dem verstärkten ZF-Ausgangssignal eine Regelspannung gewonnen, die bei niedrigem Ausgangspegel den ZF-Verstärker weiter aussteuert.

Die Bandpasskurven von ZF-Verstärkern lassen sich nicht beliebig versteilern, da beim Fernsehen bei steileren Filtern Gruppenlaufzeitprobleme auftreten.

Informationen zum Artikel
Deutsch: ZF-Verstärker
Englisch: intermediate frequency amplifier
Veröffentlicht: 08.04.2013
Wörter: 231
Tags: #Analogschaltungen
Links: Bandbreite, BP (Bandpass), Dynamik, Fernsehen, Filter