X.400/84

Die X.400-Spezifikation wurde 1984 als X.400/84 erstmals veröffentlicht und 1988 als X.400/88 und 1992 wesentlich erweitert. In der Version von 1984 werden dem anwendungsorientierten Dienst, der primär in der Anwendungsschicht einzuordnen ist, Dienstmerkmale der Darstellungsschicht zugeordnet. X.400 definiert in dieser Version zwei Dienste: Den Message Transfer Service (MTS) und den Mitteilungsdienst zwischen Personen, dem Interpersonal Messaging System (IPMS).

Das funktionale Modell von 1984 definiert ein räumlich verteiltes System, dessen Dienste von den Benutzern durch Senden und Empfangen von Mitteilungen genutzt werden können. Der User Agent ist ein Anwendungsprozess, der dem Anwender die Dienste des Mitteilungsübermittlungssystems zugänglich macht. Ein User Agent ist eine Software, die die Funktionalitäten wie das Generieren, Senden, Empfangen und Archivieren von Mitteilungen durchführt. Jeder UA ist durch eine Adresse identifiziert.

Funktionsmodell für MHS nach X.400 (84)

Funktionsmodell für MHS nach X.400 (84)

Die 84er-Version von X.400 kennt drei P-Protokolle für die Kommunikation zwischen den Instanzen der Message Transfer Agent Entity (MTAE) und der User Agents (UAE). Das P1-Protokoll ist das Protokoll der MT-Schicht zur Vermittlung und Weiterleitung von Meldungen zwischen den MTAEs. Das P3-Protokoll sorgt für den Austausch von Meldungen zwischen Submission and Delivery Entity (SDE) und Message Transfer Agent Entity (MTAE), und das P2-Protokoll dient der Kommunikation auf der UAL-Schicht zwischen den Instanzen der User Agents (UAE). Nicht definiert ist das Pt-Protokoll, für die Schnittstelle zwischen Benutzer und User Agent. Dadurch können diese Schnittstellen anwendungsspezifisch entwickelt werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: X.400/84
Englisch: X400/84
Veröffentlicht: 09.12.2016
Wörter: 236
Tags: Mitteilungsdienste
Links: Adresse, Anwendungsprozess, Anwendungsschicht, Darstellungsschicht, Dienst