Wireless-M-Bus

Der Wireless-M-Bus (wM-Bus) ist die drahtlos arbeitende Version des drahtgebundenen M-Busses. Sie ist in der europäischen Norm EN 13757-4 standardisiert und eignet sich für batteriebetriebene Geräte. Die Funkverbindungen arbeiten uni- und bidirektional und übertragen die Daten von den Sensoren und zu den Aktoren oder die Zählerstände von Smart Metern.


Vom Konzept her werden die Zählerstände über Funkmodule zum SMGW-Gateway übertragen. Dieser bildet die zentrale Komponente des Local Metrological Network (LMN). Hier werden die Daten gesammelt, aufbereitet und an die Server der Strombetreibergesellschaft übertragen. Die eigentliche Übertragung erfolgt dann über Funknetze wie Bluetooth oder ZigBee, über das Internet oder über Powerline (PLC).

Transceiver-Modul für Wireless-M-Bus, Foto: Radiocrafts

Transceiver-Modul für Wireless-M-Bus, Foto: Radiocrafts

Der Wireless-M-Bus kennt mehrere Betriebsmodi, die sich in der Kanalzahl, der Datenrate und der Codierung unterscheiden. Um in Gebäuden eine möglichst große Reichweite zu erzielen, arbeiten die Funkmodule bei Frequenzen von 868,330 MHz und 868,950 MHz mit einer Kanalbreite von 100 kHz und einer Datenrate von 16,4 kbit/s. Die Chiprate ist doppelt so hoch und beträgt 32,7 kChip/s. Lediglich in den T-Betriebsmodi beträgt die Datenrate 66,66 kbit/s und im elfkanaligen R2-Modus 2,4 kbit/s. Als Codierungen kommen die Manchester-Codierung und die 3-aus-6-Codierung zum Einsatz. Mit diesen Techniken können Reichweiten zwischen 15 m und 25 m überbrückt werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Wireless-M-Bus
Englisch: wireless M bus - wM-Bus
Veröffentlicht: 26.05.2019
Wörter: 220
Tags: #Gebäudebusse
Links: 3-aus-6-Code, Aktor, Bidirektional, Bluetooth, Chiprate