Wellenwiderstand

Der Wellenwiderstand und die Impedanz sagen prinzipiell das Gleiche aus, wobei der Wellenwiderstand der wellenlängenabhängige Scheinwiderstand ist, die Impedanz der frequenzabhängige. Bei Kabeln und Antennen ist der Wellenwiderstand definiert als der Eingangswiderstand einer homogenen Leitung von unendlicher Länge.


Der Wellenwiderstand, der in Ohm angegeben wird, ist ein Maß zur Bewertung des Hochfrequenzverhaltens von HF-Vierpolen wie HF-Stecker, HF-Kabel oder Antennen.

Ersatzschaltbild einer HF-Leitung zur Bestimmung des Wellenwiderstandes

Ersatzschaltbild einer HF-Leitung zur Bestimmung des Wellenwiderstandes

Bei Koaxialkabeln ist der Wellenwiderstand unabhängig von der Kabellänge aber abhängig vom Kapazitäts- und Induktivitätsbelag des HF-Kabels. Diese Werte sind direkt abhängig vom Durchmesser des Innenleiters und der Schirmung und von der Dielektrizitätskonstanten des Dielektrikums. Das Ersatzschaltbild verdeutlicht die Einflüsse der Induktivitäten und Kapazitäten auf den Wellenwiderstand. Es zeigt eine Reihenschaltung von vielen einzelnen Induktivitäten und Kapazitäten, die die Induktivitäts- und Kapazitätsbelage nachbilden. Unter Vernachlässigung des ohmschen Widerstands ergibt sich der Wellenwiderstand (Z) näherungsweise aus der Wurzel des Verhältnisses von Induktivität zur Kapazität.

Entspricht der Wellenwiderstand einer Leitung dem Abschlusswiderstand, dann treten keine Stehwellen auf und das Stehwellenverhältnis ist "1".

Informationen zum Artikel
Deutsch: Wellenwiderstand
Englisch: characteristic impedance
Veröffentlicht: 06.12.2010
Wörter: 189
Tags: #Kenngrößen der Nachrichtentechnik #Kabelparameter
Links: Abschlusswiderstand, Antenne, Dielektrikum, Ersatzschaltbild, HF-Stecker