Wellenleiterdispersion

In Lichtwellenleitern führt die Dispersion zu einer Verschlechterung der Gruppenlaufzeit und zu einer Verbreiterung der übertragenen optischen Pulse. Verschiedene Dispersionsarten können die Übertragung in Lichtwellenleitern nachhaltig beeinträchtigen.


Neben der Wellenleiterdispersion, die auch als Profildispersion bezeichnet wird, ist die Modendispersion zu nennen, die chromatische Dispersion, die Materialdispersion und die Polarisationsmodendispersion.

Dispersion in Abhängigkeit von der Wellenlänge

Dispersion in Abhängigkeit von der Wellenlänge

Die Wellenleiterdispersion ist abhängig von der Konsistenz des Lichtwellenleiters (LwL) und der Einstrahlquelle. Die Lichtverteilung in Kern- und Mantelglas ist dabei abhängig von deren Brechzahldifferenz. Bei längeren Wellenlängen erfolgt die Ausbreitung des Grundmodus vom Kernglas zum Mantelglas. Die Wellenleiterdispersion ist negativ und liegt relativ konstant bei etwa -20 ps/nm/km. Sie hat kein ausgeprägtes Maximum oder Minimum und ist lediglich bei Wellenlängen zwischen 1.300 nm und 1.600 nm etwas höher.

Selbst bei Ansteuerung mittels Laserdiode kann die Wellenleiterdispersion bei Monomodefasern und großen Entfernungen zum Problem werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Wellenleiterdispersion
Englisch: waveguide dispersion
Veröffentlicht: 06.03.2016
Wörter: 153
Tags: #Lichtwellenleiter-Parameter
Links: Chromatische Dispersion, Dispersion, Gruppenlaufzeit, Kernglas, Konsistenz