Organic Light Emitting Diodes (OLED) sind eine Weiterentwicklung der Leuchtdioden (LED), bestehen aber im Gegensatz zu diesen aus organischen Halbleitern. OLEDs emittieren einfarbiges Licht. Da in der Beleuchtungstechnik vorwiegend mit weißem Licht gearbeitet wird, hat man für diese Anwendungen Weißlicht-OLEDs (WOLED) entwickelt.

Die Herstellung von WOLEDs ist wesentlich komplizierter als die von einfarbigen OLEDs. Sie bestehen aus drei übereinander liegenden einfarbigen, in rot, grün und blau leuchtenden Schichten. Bei den roten und grünen Schichten handelt es sich um phosphoreszierende Emissionsschichten, die mit der fluoreszierenden blauen Emissionsschicht kombiniert werden. Dabei nutzt man die lange Lebensdauer der blauen Emissionsschicht und die hohe Lichtausbeute der beiden phosphoreszierenden Schichten. WOLEDs werden für hell leuchtende Beleuchtungselemente, für Lampen, Flächen- und Wandstrahler eingesetzt.

Aufbau einer weißen OLED (WOLED)

Aufbau einer weißen OLED (WOLED)

Sie können als Transparent OLEDs (TOLED) ausgeführt sein und erreichen eine Lichtausbeute von über 100 lm/W - was dem Zehnfachen einer Glühlampe entspricht - und Lichtstärken von bis zu 100.000 cd/m2 (Candela pro Quadratmeter). Ihr Farbwiedergabeindex (CRI) liegt bei 95, ihre Lebensdauer bei über 20.000 Stunden.

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Deutsch:
Englisch: white organic light emitting diode - WOLED
Veröffentlicht: 16.10.2012
Wörter: 179
Tags: Aktive Bauelemente
Links: Beleuchtung, Blau, Candela, Farbwiedergabeindex (Ra), Diode