WMC (weighted methods for class)

Zur Messung von Softwareprodukten werden sogenannte Software-Metriken verwendet, die unterschied-liche Eigenschaften von Softwareprodukten und -prozessen quantifizieren. Eine objektorientierte Metrik berücksichtigt bei der Messung von Software die Zusammenfassung von Datenstrukturen und der darauf anwendbaren Methoden zu einem Objekt, dessen Beziehungen zu anderen Objekten sowie die generellen Strukturmerkmale objektorientierter Programmierung.


Die Metrik nach Weighted Methods for Class (WMC) ist einzuordnen in die Gruppe der Maße, die anhand der Komplexität von Methoden die Komplexität von Klassen messbar machen. Weitere objektorientierte Software-Metriken sind Response for a Class (RFC), Coupling Between Objects (CBO), Depth of Inheritance Tree (DIT), und Number of Children (NOC) und Lack of Cohesion in Methods (LCOM).

WMC-Definition: WMC entspricht der Anzahl aller Komplexitäten aller Methoden einer Klasse.

Dabei wird jede Klasse für sich betrachtet und durch das Verfahren von McCabe die sogenannte zyklomatische Zahl als Maß für die Komplexität der Methoden ermittelt.

Das dargestellte Klassendiagramm definiert die statischen Teile eines Systems von Klassen mit ihren Assoziationen und Methoden. >b<

Beispiel Klassendiagramm

Beispiel Klassendiagramm

Beispiel Klassendiagramm: WMC(A)=2 sofern die m1(), m2() jeweils 1(=Sequenz)

Anwendung: Weighted Methods for Class (WMC) ist vorwiegend ein Maß für die Erweiterbarkeit und Verständlichkeit einer Klasse. Die Auswirkungen auf die Unterklassen sind umso größer, je höher die Anzahl der Methoden der Oberklasse ist. Zu beachten ist, dass mit zunehmender Anzahl der Methoden die Fehlerwahrscheinlichkeit zunimmt.

Informationen zum Artikel
Deutsch:
Englisch: weighted methods for class - WMC
Veröffentlicht: 05.02.2014
Wörter: 226
Tags: #Analyse
Links: CBO (coupling between objects), DIT (depth of inheritance tree), Fehlerwahrscheinlichkeit, Klasse, Klassendiagramm