Virtuelles Terminal

Das virtuelle Terminal (VT) gehört zu den speziellen Anwendungs-Dienstelementen (SASE) von Open Systems Interconnection (OSI) für die Unterstützung einer logischen Datenstation. Die Bezeichnung »virtuell« bezieht sich auf allgemeine Eigenschaften, die jedes Terminal übernehmen sollte, ungeachtet seiner eigentlichen Funktion.


Der Standard spezifiziert logische Datenstationen mit diversen Funktionen, die auf den meisten intelligenten Terminals abgebildet werden können. Durch Virtual Terminal wird eine einheitliche und durchgängige Bildschirmpräsentation und Tastaturhandhabung für das gesamte offene System erreicht. Das virtuelle Terminal gehört zu den anwendungsorientierten Grunddiensten. Es dient dazu, netzweit ein einheitliches System für die Konversion unterschiedlicher Terminaltypen auf ein gemeinschaftliches Grundformat zu realisieren.

Spezielle Anwendungs-Dienstelemente 
   von OSI (SASE)

Spezielle Anwendungs-Dienstelemente von OSI (SASE)

Das Virtual Terminal wird als zeilenorientiertes Terminal angesehen, d.h. Ein- bzw. Ausgabe sind im Normalfall zeilenweise aufgebaut. Es besitzt imaginär einen Drucker und eine Tastatur. Als Code wird der ASCII-Zeichensatz verwendet, der innerhalb eines 8-Bit-Feldes eingebettet wird. Eventuelle Code-Abbildungen sind rein lokaler Natur.

Virtual Terminal (VT) ist in den ISO-Standards 9040/9041und 8824/8825 spezifiziert. Das Pendant in der TCP/IP-Welt ist telnet.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Virtuelles Terminal
Englisch: virtual terminal - VT
Veröffentlicht: 02.02.2013
Wörter: 176
Tags: #Datenkommunikationsdienste
Links: ASCII-Zeichensatz, ASE (application service element), Code, DST (Datenstation), Drucker