Vigenère-Chiffre

Bei der Vigenère-Chiffre handelt es sich wie beim Cäsar-Chiffre um einen Substitutionschiffre, der allerdings im Gegensatz zum Cäsar-Chiffre mit mehreren Geheimtextalphabeten arbeitet, die wiederholt angewendet werden. Im Unterschied zum Cäsar-Chiffre, der mit monoalphabetischer Substitution arbeitet, geht es beim Vigenère-Chiffre um eine polyalphabetische Substitution.


Das Vigenère-Verfahren ist ein mehrere hundert Jahre altes Verschlüsselungsverfahren, das mehrere Schlüsselalphabete benutzt. Bei der Chiffrierung eines Klartextbuchstabens wird ein Schlüsselalphabet benutzt, beim folgenden Klartextbuchstaben ein anderes. Die Buchstaben des Klartextes werden einzeln mit den alphabetisch versetzten Buchstaben des Schlüsselwortes chiffriert.

Vigenère-Chiffre, bei der der Klartext mit dem Geheimtextwort 'Chiffre' verschlüsselt wurde.

Vigenère-Chiffre, bei der der Klartext mit dem Geheimtextwort 'Chiffre' verschlüsselt wurde.

Im Beispiel ist der erste Buchstabe vom Klartext in "S", der mit dem versetzten Buchstaben des Schlüsselwortes verschlüsselt wird. Der Buchstabe "C" vom Schlüsselwort hat einen alphabetischen Versatz von drei, da es an dritter Stelle des Alphabets steht. Versetzt man nun den Buchstaben "S" um drei Stellen, dann wird aus dem "S" verschlüsselt das "V". "H", der zweite Buchstabe des Schlüsselwortes hat einen Versatz von acht, das führt beim zweiten Klartextbuchstaben, dem "U", zu dem chiffrierten Buchstaben "C", usw. Vom Prinzip her wird beim Vigenère-Chiffre das Cäsar-Verfahren mehrfach angewendet.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Vigenère-Chiffre
Englisch: Vigenère cipher
Veröffentlicht: 06.03.2019
Wörter: 204
Tags: #Kryptografie
Links: Alphabet, Cäsar-Chiffre, Klartext, Substitutionschiffre, Verschlüsselungsverfahren