Verkehrsinformation

Verkehrsinformationen, Road Traffic Messages (RTM), sollen den Verkehrsfluss verbessern und auf verkehrstechnische Engpässe wie Baustellen, Unfälle und Staus hinweisen. Diese Informationen erstreckten sich in Deutschland bislang auf die Autobahnen und bestimmte Bundesstraßen in Ballungsgebieten. Verkehrsinformationen werden als Verkehrsnachrichten im Rundfunk übertragen, aber auch im Fernsehen visuell dargestellt. Daneben gibt es bestimmte Datenservices mit denen die Verkehrsmeldungen über vorhandene Rundfunksender übertragen und auf Smartphones und Tablets dargestellt werden können. Bekannte Verfahren sind die Autofahrer-Rundfunk-Information (ARI) und der digitale Verkehrsfunk (TMC).


Da beide Verfahren bestimmte Einschränkungen aufweisen, wird mit dem TPEG-Dienst, Transport Protocol Exchange Group (TPEG), ein weiter reichender Ansatz entwickelt. Einer, der eine höhere Ortsauflösung bietet als der digitale Verkehrsfunk, Bundes- und Landstraßen einbezieht, im innerstädtischen Bereich eingesetzt werden kann und darüber hinaus noch ortsnahe Dienste unterstützt. Außerdem muss ein solcher Dienst auch in anderen europäischen und besser noch außereuropäischen Ländern arbeiten.

Die Quelle von Verkehrsinformationen

Verkehrsinformationsdienste und -konzepte

Verkehrsinformationsdienste und -konzepte

Verkehrsinformationen entstehen durch diverse Erfassungsdaten, die den Verkehrsfluss auf Autobahnen messen und die gemessenen Werte an die Verkehrsleitzentrale übermitteln. Als Messsensoren fungieren dabei Induktionsschleifen und stationäre Erfassungssysteme (SES) an Autobahnbrücken, darüber hinaus gibt es mobile Staumeldesysteme wie das Floating Car Data (FCD), sowie Informationen von Polizei und Verkehrsteilnehmern.

Der europaweit gehende TPEG-Ansatz berücksichtigt darüber hinaus auch innerstädtische Induktionsschleifen, die Belegung von Parkhäusern und weitere stationäre Erfassungssysteme. Auch ortsnahe Dienste wie die Einblendung des örtlichen Wetters, Informationen über öffentliche Verkehrsmittel usw. Dieser Ansatz ist so weit gefasst, dass die Datenvielfalt nach Dienstangeboten selektiert und mittels Sprachsynthese akustisch, als visualisierte Grafik auf Displays oder PDAs und als Informations-Update für das Navigationssystem dienen kann.

Neben den genannten Verkehrsinformationsdiensten gibt es weitere Konzepte, die auf der Bewegung und der Fahrgeschwindigkeit basieren. So das vom Navigationssysteme-Anbieter TomTom konzipierte HD-Traffic. Dieses System arbeitet mit Bewegungsmustern von Mobilfunkteilnehmern. Über die Mobilfunknetze werden die Ortungsdaten übermittelt und daraus die Fahrgeschwindigkeit und Fahrtrichtung ermittelt. Nach der Berechnung der Verkehrsdaten werden diese über die Mobilfunknetze an die Navigationsgeräte in den Fahrzeugen übertragen. Andere Konzepte setzen auf die Car-to-Car-Kommunikation (C2C) und die Car-to-Infrastructure-Kommunikation (C2I) bei der Verkehrsteilnehmer Verkehrsinformationen untereinander oder mit Funkbaken austauschen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Verkehrsinformation
Englisch: road traffic message - RTM
Veröffentlicht: 12.04.2019
Wörter: 373
Tags: #Verkehr
Links: ARI (Autofahrer-Rundfunk-Information), Bildschirm, C2C (car to car communication), C2I (car to infrastructure), Dienst