Verkabelungssystem

Bei den Verkabelungssystemen handelt es sich um strukturelle physikalische Konzepte des Kabelnetzes für die Kommunikationsinfrastruktur. Ziel eines Verkabelungssystems sollte die Bereitstellung eines neutralen, universell einsetzbaren und kostengünstigen zukunftssicheren Kabelnetzes sein. Verkabelungssysteme umfassen die Geländeverkabelung (Pimärbereich), die Gebäudeverkabelung (Sekundärbereich), die Etagenverkabelung (Tertiärbereich) und den Endgeräteanschluss


Dienstabhängigen und dienstneutrale Verkabelungssysteme

Dienstabhängige Verkabelungssysteme werden speziell für einige wenige Anwendungen entwickelt und installiert und sind daher für andere Anwendungen nur bedingt oder gar nicht einsetzbar. Sehr oft existieren mehrere unterschiedliche Verkabelungssysteme in einem Gebäude nebeneinander. So beispielsweise Systeme für das Telefonnetz, für Ethernet mit dem klassischem Medien Koax oder Systeme für die IBM-Terminalwelt mit Twinaxial-Kabel.

Geltungsbereich des universellen Verkabelungssystems

Geltungsbereich des universellen Verkabelungssystems

Dienstneutrale Verkabelungssysteme sollten so konzipiert sein, dass sie sich gleichermaßen für die Tele- als auch für die Datenkommunikation eignen. Sie sollten die Analog-Telefonie und die Digital-Telefonie unterstützen, ebenso die vielen LAN-Konzepte und die sonstigen klassischen Sync- und Async-Anwendungen. Der Vorteil der dienstneutralen Systeme liegt in der einfacheren und kostengünstigeren Installation und Wartung, der universellen Nutzbarkeit und der Vereinheitlichung von Kabeln und Anschlusselementen.

Herstellerspezifische Verkabelungssysteme

Das Verkabelungsproblem wurde von mehreren Herstellern aufgegriffen. Dadurch gibt es unterschiedliche herstellerspezifische Verkabelungssysteme. Das Spektrum der angebotenen Systeme basiert auf unterschiedlichen Übertragungsmedien, so auf verdrillten Kupferadern mit und ohne Schirmung, auf Koaxialkabeln und auf Lichtwellenleitern. In diese Gruppe fallen die Herstellersysteme IVS von IBM, ICCS von Siemens, PDS von AT&T, ZAT128 von ICL/Nokia/Ericsson, Access/One von Ungermann Bass, Lattisnet von SEL/Alcatel, FILAN/FINEX von Fibronics, Open Link von DEC und UCS von Nokia.

Aufgrund der Standardisierung der strukturierten sternförmigen Verkabelung wurden die Komponenten für die Verkabelungssysteme weitestgehend vereinheitlicht. Diese Verkabelungssysteme berücksichtigen alle Komponenten wie Anschlussdosen, Festverkabelung zwischen Patchfeld und Anschlussdose, Patchfelder, Patchkabel und Anschlusskabel. Alle Komponenten eines solchen auf der Standardisierung basierenden Verkabelungssystems sollten aufeinander abgestimmt sein. Diese Gruppe umfasst die Verkabelungssysteme ACS von IBM, ICCS von Siemens, ACO und Netconnect von AMP, DVS von Deltacom, Rheylan von Kabel Rheydt, Uninet von Dätwyler und das Verkabelungssystem von Quante. Die aufgeführten Verkabelungssysteme benutzen Kupferkabel im Tertiärbereich, die vollständig geschirmt sind und der Kategorie 5 entsprechen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Verkabelungssystem
Englisch: cabling system
Veröffentlicht: 08.11.2013
Wörter: 363
Tags: #Verkabelungsstrukturen
Links: ACS (advanced connectivity system), ADO (Anschlussdose), Anschlusskabel, Cat (category), Datenkommunikation