VSAM (virtual storage access method)

Virtual Storage Access Method (VSAM) ist ein Dateizugriffsverfahren für das MVS-Betriebssystem (z/OS) für IBM-Mainframes. VSAM unterstützt die Verwaltung von unterschiedlichen Datentypen und hat komplexe Funktionen für den Zugriff auf Festplatten. Es benutzt ein eigenes Festplattenaufzeichnungsformat und ist daher inkompatibel zu anderen Dateizugriffsverfahren.


VSAM kennt vier verschiedene Datensätze, die sich im Wesentlichen durch die Art der Aufzeichnung und des Zugriffs unterscheiden:

  1. Entry Sequenced Data Set (ESDS). Beim ESDS-Datensatz werden die Daten sequentiell aufgezeichnet und aufgerufen. Diese Art der Datenaufzeichnung wird in Information Management System (ISM), z/ OS früher MVS und Unix benutzt.

  2. Key Sequenced Data Set (KSDS). Der KSDS-Datensatz wird am häufigsten benutzt. Bei dieser Aufzeichnung hat der Datensatz eine variable Länge und jede Aufzeichnung hat ein oder mehrere Key-Felder in die Datensätze eingefügt oder aus denen sie entnommen werden können.

  3. Linear Data Set (LDS).. Der LDS-Datensatz ist ein Bytestrom, der in MVS-Dateien (z/OS) benutzt wird. Das LDS-Format wird kaum für Anwendungsprogramme benutzt.

  4. Relative Record Data Set (RRDS). Mit dem RRDS-Format kann man Daten durch die numerische Reihenfolge der Aufzeichnungen wiedergewinnen.
Eingesetzt wird VSAM für primär Anwendungen und nicht für Source Programme. Es ist das Nachfolgeprogramm die Indexed-Sequential Access Method (ISAM).

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Deutsch:
Englisch: virtual storage access method - VSAM
Veröffentlicht: 02.05.2008
Wörter: 207
Tags: #Disketten, Festplatten
Links: Anwendungsprogramm, Daten, Datensatz, Datentyp, Festplatte