VRRP (virtual router redundancy protocol)

Virtual Router Redundancy Protocol (VRRP) ist ein Redundanzverfahren, mit dem die Verfügbarkeit des Netzwerks gesteigert wird. Aus Sicht des Endgerätes wird mit dem VRRP-Protokoll eine Layer-3-Switch-Redundanz realisiert. Dieses Verfahren arbeitet mit zwei Layer-3-Switches, das können Core-Switches sein, die vom Endgerät wie ein einziger Switch erkannt werden.


Bei Ausfall eines Switches übernimmt der zweite Switch die Funktion des anderen. Zu diesem Zweck arbeitet VRRP mit fließenden IP-Adressen zwischen den zwei Switches. Ein Switch hat eine aktive IP-Adresse, während sich der andere im Standby befindet, für den Fall, dass der aktive Switch ausfällt. VRRP ist ein IP-basiertes Protokoll, das von der Internet Engineering Task Force (IETF) standardisiert und in den RFCs 2338 und 5798 beschrieben ist. Das VRRP-Protokoll zeichnet sich durch eine schnelle Umschaltung im Fehlerfall aus, wodurch die laufenden Sessions überwiegend erhalten bleiben. Zu diesem Zweck hat das VRRP-Protokoll einen Automatismus, der im Falle eines ausgefallenen Default-Routers greift. Darüber hinaus arbeitet es mit einem geringen Overhead und kann Verbindungen lastverteilt nutzen. Die Fehlerreaktionszeiten liegen bei zwei bis drei Sekunden, die Initialisierung bei 100 ms.

VRRP-Frame

VRRP-Frame

Für VRRP gibt es mehrere proprietäre Protokolle wie das Extreme Standby Router Protocol (ESRP) von Extreme, das Foundry Standby Router Protocol (FSRP) von Foundry oder das Hot Standby Router Protocol (HSRP) von Cisco.

Informationen zum Artikel
Deutsch: VRRP-Protokoll
Englisch: virtual router redundancy protocol - VRRP
Veröffentlicht: 06.05.2013
Wörter: 216
Tags: #Routingprotokolle #Routing-Prozeduren
Links: Core-Switch, CPE (customer premises equipment), HSRP (hot standby router protocol), IETF (Internet engineering task force), Initialisierung