VRD (virtual retinal display)

Die virtuelle Netzhautanzeige, Virtual Retinal Display (VRD), Retinal Projector (RP) oder Retinal Scan Display (RSD), ist eine Projektionstechnik bei der ein Rasterbild direkt auf die Netzhaut des Betrachters projiziert wird. Technisch werden VRD-Displays, die zu den Smart Wearables gehören und in Datenbrillen eingebaut werden, mit Pico- oder Miniprojektoren realisiert, die das erzeugte Bild zeilenweise über Optiken, Spiegel oder Prismen so umlenken, dass es fokussiert auf das Auge des Betrachters trifft, wobei das Auge auf den Hintergrund fokussiert ist.


Der Rasterstrahl wird von einem Laser oder von Leuchtdioden in den Primärfarben Rot, Grün, Blau erzeugt. Der Betrachter erfasst das in additiver Farbmischung entstehende Projektionsbild und sieht die Realität sowie eingeblendet Informationen für die erweiterte Realität. Er hat den Eindruck, dass die Darstellung in einigen Meter Entfernung ist.

VRD-Projektionsbrille, Foto: mygoogleglass.de

VRD-Projektionsbrille, Foto: mygoogleglass.de

Erst durch die Entwicklung kleinster und leistungsfähiger Leuchtdioden konnten VRD-Systeme entwickelt werden, die entsprechend klein, leicht und hochauflösend waren und auch bei Tageslicht eine gute Projektionshelligkeit projizierten.

Eingesetzt werden virtuelle Netzhautanzeigen u. a. in Head Mounted Displays (HMD), sowie in Videobrillen und Datenbrillen, die virtuelle und erweiterte Realität übereinander kombinieren können.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Virtuelle Netzhautanzeige - VNA
Englisch: virtual retinal display - VRD
Veröffentlicht: 07.05.2014
Wörter: 192
Tags: #Displays
Links: AR (augmented reality), Bild, Bildschirm, Datenhelm, Farbmischung