V-by-One HS

Video by One Pair HS (V-by-One High Speed) ist als Hochgeschwindigkeitsübertragungstechnik vergleichbar dem LVDS-Protokoll, hat allerdings eine höhere Datenübertragungsrate. Das Verfahren wurde ursprünglich für HD-Displays entwickelt, wird aber inzwischen auch im Infotainment in der Automotive-Technik, in industriellen Digitalkameras, in der Robotik und in anderen industriellen Bereichen eingesetzt.


V-by-One ist wie LVDS, Embedded DisplayPort (eDP) und MIPI eine embedded Display-Schnittstelle. Der Unterschied zu LVDS besteht darin, dass V-by-One die Daten mit einer Datenrate von 3,75 Gbit/s über ein verdrilltes Adernpaar, das eine Lane bildet, überträgt. Das V-by-One-Konzept sieht 1, 2, 4 und 8 Lanes vor. Die Daten werden als differenzielles Signal übertragen und das Taktsignal wird durch Taktrückgewinnung, Clock Recovery (CDR), aus den übertragenen Daten gewonnen. Der Vorteil liegt darin, dass bei der Taktrückgewinnung kein zeitlicher Versatz zwischen Daten und Taktsignal entsteht. Durch die höhere Datenrate werden weniger Adernpaare benötigt, was den Gleichlauf der Datensignale und die elektromagnetische Beeinflussung (EMB) gegenüber LVDS deutlich verbessern. Dadurch reduzieren sich die Kosten für Kabel und Stecker.

Video-by-One eignet sich, ebenso wie der Embedded DisplayPort (eDP), für Displays nach dem 2K-Standard und höher.

Informationen zum Artikel
Deutsch: V-by-One HS
Englisch: video by one pair high speed - V-by-One
Veröffentlicht: 15.11.2018
Wörter: 192
Tags: #Schnittstellen
Links: 2K-Standard, Automotive-Technik, Bildschirm, Daten, Datenrate