UMTS (universal mobile telecommunications system)

Universal Mobile Telecommunications System (UMTS) ist ein 1998 vom European Telecommunications Standards Institute (ETSI) standardisiertes System für die universelle Mobilkommunikation. Dieser Standard soll die bisherige Mobilkommunikation über GSM, wie sie in den D- und E-Netzen angewandt wird, mit einem erweiterten Leistungsspektrum ablösen.


Vor allem im Bereich der Multimediatechnik unterstützt UMTS dank der hohen UMTS-Übertragungsraten leistungsfähige Multimediadienste. Dazu gehören neben den Sprach- und Audiodiensten die schnelle Daten-, Grafiken- und Textübertragung sowie die Übertragung von Bewegtbildern und Video. Den Anforderungen entsprechend sind UMTS-Handys und Smartphones mit Videokamera und Farbdisplay ausgestattet.

UMTS integriert die Leistungsmerkmale der Leitungsvermittlung der GSM-Technik und der Datenpaketvermittlung von General Packet Radio Service (GPRS) und schafft dadurch die besten Voraussetzungen für schnellen Datentransfer. Darüber hinaus enthält UMTS Spezifikationen, die den Transport von Daten auf der Grundlage des IP-Protokolls unterstützen und so die Verwendung von UMTS für einen funkgestützten Internetzugang ermöglichen.

Mobilkommunikationstechniken, deren Mobilität und Datenrate

Mobilkommunikationstechniken, deren Mobilität und Datenrate

Außerdem soll der UMTS-Standard auch für die In-House-Kommunikation genutzt werden und als Standard für die Satellitenkommunikation, ohne die ein weltweites Netz nicht realisierbar ist. Durch den ergänzenden Einsatz von satellitengestützten UMTS-Mobilfunksystemen soll auch ohne die Existenz flächendeckender terrestrischer UMTS-Systeme eine globale Erreichbarkeit für UMTS-Teilnehmer realisiert werden.

Die Lizenzen für die UMTS-Frequenzen

UMTS-Handy N80 von Nokia

UMTS-Handy N80 von Nokia

Im Jahre 2000 wurden in den meisten europäischen Ländern die Lizenzen für die Frequenzbänder vergeben. In einigen Ländern, so auch in Deutschland, erfolgte dies in Form einer öffentlichen Versteigerung unter Federführung der Regulierungsbehörde. Die Lizenzen gingen dabei an T-Mobile von der Deutschen Telekom, an Mannesmann Mobilfunk, Mobilcom, Group 3G, E-Plus und Viag Interkom.

Für die Rufnummern wurden von der Regulierungsbehörde RegTP der Nummernraum 015 freigegeben. An die Lizenznehmer wurden folgende Rufnummernblöcke mit jeweils 100 Millionen elfstelligen Rufnummern reserviert: (0)1505 Group 3G, (0)1511 T-Mobile, (0)1520 Vodafone und (0)1566 Mobilcom.

http://www.umts-forum.org

Informationen zum Artikel
Deutsch:
Englisch: universal mobile telecommunications system - UMTS
Veröffentlicht: 08.04.2014
Wörter: 317
Tags: #UMTS-Netze #Telekommunikations-Gremien
Links: 3. Generation, Daten, Datenpaketvermittlung, E-Plus, ETSI (European telecommunications standards institute)