UMTS-Standard

Der UMTS-Standard kennt mehrere verschiedene Zugangs- und Modulationsverfahren: Time Division Multiple Access (TDMA) und Wideband Code Division Multiple Access (WCDMA) mit Frequency Division Duplex (FDD) und Time Division Duplex (TDD). TDMA soll nur in den ersten Jahren zur Sprachübertragung verwendet werden. Demgegenüber hat WCDMA mit FDD den Vorteil, dass mehrere Teilnehmer gleichzeitig einen Kanal benutzen können.


UMTS sieht Datenübertragungsraten von 384 kbit/s bei mobilen Anwendungen und bis zu 2 Mbit/s bei Verbindungen zu stationären Endgeräten vor. Gesendet wird in den Frequenzbereichen zwischen 1,900 GHz und 2,025 GHz sowie zwischen 2,110 GHz und 2,200 GHz. Der Upstream-Bereich unterteilt sich in einen 20 MHz breiten Frequenzbereich zwischen 1,900 GHz und 1,920 GHz, in dem das TDD-Verfahren eingesetzt wird und einem weiteren Upstream-Bereich zwischen 1,920 GHz und 1,980 GHz, der für Frequency Division Duplex (FDD) reserviert ist.

Frequenzbänder von GSM, DECT und UMTS

Frequenzbänder von GSM, DECT und UMTS

Der Downstream-Bereich liegt für die TDD-Übertragung zwischen 2,010 GHz und 2,025 GHz und für FDD-Übertragung zwischen 2,110 GHz und 2,170 GHz.

UMTS-Frequenzbereiche

UMTS-Frequenzbereiche

Darüber hinaus ist der Frequenzbereich zwischen 1,980 GHz und 2,010 GHz für Mobile Satellite Services (MSS) reserviert, ebenso wie der Bereich zwischen 2,170 GHz und 2,200 GHz für den Satelliten-Downstream. Diese Satelliten-Frequenzbänder könnten dann benutzt werden, wenn keine terrestrische Übertragung möglich ist. Dadurch kann UMTS auch von Global-Reisenden weltweit benutzt werden: terrestrisch oder über Satellit.

Informationen zum Artikel
Deutsch: UMTS-Standard
Englisch: UMTS standard
Veröffentlicht: 01.11.2012
Wörter: 217
Tags: #UMTS-Netze
Links: Diskettenlaufwerk, FDD (frequency division duplex), Frequenzbereich, Gigahertz, Kanal