Tschebyscheff-Filter

Im Gegensatz zu anderen Filtertypen wie dem Bessel-Filter oder dem Butterworth-Filter zeigt das Tschebyscheff-Filter bei der Grenzfrequenz ein starkes Überschwingen, das von einem stark abfallenden Dämpfungsverhalten gefolgt.

Die Filtercharakteristik eines Tschebyscheff-Filters wird von den Tschebyscheff-Polynomen abgeleitet. Es gibt zwei verschiedene Tschebyscheff-Filtertypen. Beide weisen eine gewisse Welligkeit aus. Bei Typ I geht es um die Welligkeit im Durchlassbereich (DB), bei Typ II um die im Sperrbereich. Durch die Welligkeit im Durchlassbereichhat der Phasenverlauf von Typ I eine starke Nichtlinearität und die Gruppenlaufzeit ist ebenfalls stark frequenzabhängig. Das Verhalten des Sperrbandes ist äußerst flach. Bedingt durch die starke Welligkeit des Durchlassbereichs werden Puls- und Rechtecksignale mit starkem Überschwingen übertragen. Interessant und für praktische Anwendungen nutzbar ist der steile Abfall der Dämpfungskurve nach der Grenzfrequenz.

Dämpfungs- 
   und Phasenverhalten sowie die Gruppenlaufzeit von Tschebyscheff-Filtern

Dämpfungs- und Phasenverhalten sowie die Gruppenlaufzeit von Tschebyscheff-Filtern

Anders ist es bei Typ II, das eine gleichmäßige Welligkeit im Sperrbadie aufweuíst und die absolute Differenz zwischen dem idealen und dem tatsächlichen Frequenzgang über das gesamte Sperrband minimiert. Der Durchlassbereich ist hingegen äußerst flach.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Tschebyscheff-Filter
Englisch: Tschebyscheff filter
Veröffentlicht: 19.03.2019
Wörter: 178
Tags: Passive Schaltungen
Links: Bessel-Filter, Butterworth-Filter, Frequenzgang, garbage, Grenzfrequenz