Transiente

Als Transiente werden in der Elektrotechnik nicht vorhersehbare, nicht periodische Spannungen, Ströme oder Lasten definiert. Sie treten beispielsweise als Spannungsspitzen auf, die zu einer Schädigung von Schaltkreisen führen können. Häufige Ursache sind elektromechanische Schaltvorgänge in Netzen.


Transiente treten als schnelle, sprunghafte Änderung der Eingangsgröße auf. In der EMV-Prüfung werden definierte Transiente für Prüfzwecke genutzt. Schnelle, energiearme Transiente bezeichnet man als Burst. Charakteristisch für Burst-Störungen ist ihr sporadisches Auftreten, wenn z.B. Induktivitäten zu- oder abgeschaltet werden. Ohne geeignete Simulationsmöglichkeiten ist es schwierig Burst-Probleme festzustellen. Zur Simulation solcher Störsignale dienen Burst-Generatoren, die Nadelimpulspakete mit einstellbarer Spannungshöhe, Dauer und Folgefrequenz für Prüfzwecke erzeugen.

Niederfrequente Transiente von einem unbelasteten Transformator

Niederfrequente Transiente von einem unbelasteten Transformator

Zur Erfassung von Transienten dienen Transientenrekorder. Diese tasten die mit Transienten behafteten Signale ab und speichern sie für die spätere Analyse. Mit speziellen Triggerfunktionen können auch spezielle Ereignisse eingegrenzt werden. Die Anforderungen an die Abtastrate sind je nach Anwendung unterschiedlich. Signaländerungen die in der Audiotechnik als schnell gelten, werden in anderen Bereichen, wie z.B. EMV-Messtechnik, als langsam eingestuft. Transientenrekorder werden für Materialuntersuchungen, Detonationstests, Hochspannungsprüfungen, Ballistik und viele andere Anwendungen eingesetzt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Transiente
Englisch: transients
Veröffentlicht: 05.12.2018
Wörter: 203
Tags: #Elektronik-Grundlagen
Links: Abtastrate, Audio, Burst, Ereignis, Induktivität