Transdata

Transdata ist eine hierarchielose Netzwerkarchitektur von Siemens, die als proprietäre Architektur für die Kommunikation in verteilten Systemen in den 70er-Jahren entwickelt wurde. Es handelt sich gleichermaßen um ein universelles Kommunikationskonzept und um eine Netzwerkarchitektur. Das Kommunikationskonzept repräsentiert Zielvorstellungen und Bauplan zur Lösung von Kommunikationsaufgaben, die Netzarchitektur bildet das Regelwerk für die Protokolle und Schnittstellen.


Die Entwicklung von Transdata erfolgte im mehreren Stufen. Angefangen hat sie mit Netzen mit programmierbarer DÜ-Steuerung, gefolgt in den Stufen 2 und 3 von dem Einsatz von Datenübertragungsvorrechnern und Netzknoten. In Stufe 4 wurde die Transdata-Architektur erweitert und mit der Data Communication Methode (DCM) kam ein neues Kommunikationskonzept, das in der folgenden Stufe um Datenstationsrechner erweitert wurde und erstmals eine Anbindung an die System Network Architcture (SNA) vorsah. In den 80er Jahren kam mit der 6. Stufe die verteilte Datenverarbeitung, ein zentrales Netzwerkmanagement und lokale Datenstationen hinzu. Es folgte die Schnittstellen für die damaligen öffentlichen Netze wie Datax-P, Datex-L und Btx, und Mitte der achtziger Jahre kamen das verteilte Netzwerkmanagement und die Öffnung hin zu Open System Interconnection (OSI) hinzu.

Transdata-Schichtenmodell

Transdata-Schichtenmodell

Die in Transdata eingebundenen Datenstationen, Stationsrechner, Netzknoten und Datenübertragungs-Vorrechner arbeiten mit Data Communication Methode (DCM) als Zugriffsystem im Verarbeitungsrechner und mit High Level Data Link Control (HDLC) als Übertragungsprotokoll.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Transdata
Englisch: Transdata
Veröffentlicht: 23.06.2011
Wörter: 209
Tags: #Hersteller-Netze
Links: Architektur, Btx (Bildschirmtext), Datenkommunikation, DST (Datenstation), Dx-L (Datex-L)