Tetra-Frequenzen

Tetra, der ETSI-Standard für den digitalen Bündelfunk, hat eine hohe Übertragungsqualität und eine gute Frequenzökonomie. Die Übertragungsbereiche liegen bei 380 MHz bis 400 MHz, 410 MHz bis 430 MHz, 450 MHz bis 470 MHz, 870 MHz und 920 MHz. In Europa arbeitet Tetra im erstgenannten Frequenzbereich zwischen 380 MHz und 400 MHz. Dieser Frequenzbereich ist auch für Notdienste und für traditionelle öffentliche Funkdienste, Private Mobile Radio (PMR), und für private Zugangsdienste (PAMR) reserviert.


Tetra arbeitet nach dem TDMA-Verfahren im Zeitmultiplex mit vier unabhängigen Kommunikationskanälen pro Trägerfrequenz. Der Abstand zwischen den einzelnen Trägern beträgt 25 kHz, der Abstand zwischen Sende- und Empfangsfrequenz, also Uplink und Downlink, beträgt 10 MHz. Bei einer Übertragungsrate von 9 kbit/s pro Kanal, können pro Trägerfrequenz insgesamt 36 kbit/s erreicht werden. Neben den zu übertragenden Daten werden zusätzliche Steuersignale sowie Codes zur Datensicherheit der Funkstrecke übertragen. Für Duplex-Sprachübertragung wird die Sprache zeitlich so komprimiert, dass eine kontinuierliche Zweiwege-Kommunikation über zwei versetzte Zeitschlitze möglich ist.

Tetra-Frequenzen für den zivilen und den BOS-Funk

Tetra-Frequenzen für den zivilen und den BOS-Funk

Für den BOS-Funk werden in Deutschland die Frequenzbänder zwischen 380 MHz und 385 MHz für den Uplink sowie 390 MHz bis 395 MHz für den Downlink benutzt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Tetra-Frequenzen
Englisch: Tetra transmission frequencies
Veröffentlicht: 02.08.2019
Wörter: 202
Tags: #Mobilfunknetze
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