Taktrückgewinnung

Um eine empfangsseitige Dateninterpretation zu gewährleisten, muss dem Empfänger ein Taktsignal übermittelt werden oder er gewinnt es aus den übertragenen Daten. Letzteres hat den übertragungstechnischen Vorteil, dass kein separates Taktsignal mit übertragen werden muss. Wenn aus dem Datensignal das Taktsignal abgeleitet wird, spricht man von Taktrückgewinnung. Erst mit dem Taktsignal ist es möglich das empfangene Datensignal zu decodieren.


Die Taktrückgewinnung hat gegenüber der Asynchron-Übertragung den Vorteil, dass zwischen Sender und Empfänger ein längerer Gleichlauf gewährleistet ist. Sie benutzt die Signalflanken um daraus das Taktsignal abzuleiten. Da viele Übertragungsverfahren längere Signalfolgen aus mehreren Nullen (000000) oder Einsen (111111) übertragen, müssen solche Signalfolgen durch entsprechende Kanalcodierungen mit wechselnden 01-Kombinationen oder durch Codierverfahren codiert werden, bei denen zusätzliche Flanken eingefügt werden.

Die Art der Taktrückgewinnung hängt auch von der Stabilität der sende- und empfangsseitigen Taktgeneratoren zusammen. Je stabiler sie sind, desto weniger Signalflanken werden für die Taktrückgewinnung benötigt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Taktrückgewinnung
Englisch: clock recovery
Veröffentlicht: 12.12.2012
Wörter: 167
Tags: #Grundlagen der Datenkommunikation
Links: Asynchron, Codierung, Daten, Empfänger, Gleichlaufverfahren