Symmetrische Leiter

Symmetrische Kabel bestehen aus jeweils zwei Adern, die ein Adernpaar bilden, und einer gemeinsamen Schirmung. Die beiden Adern sind gegeneinander verdrillt und haben eine Symmetrie zur erdbezogenen Schirmung. Die Übertragungseigenschaften der beiden Adern gegenüber Erde sind identisch.


Da die Adern eines symmetrischen Leiters mit Gegentaktspannungen gespeist werden, heben sich induzierte Störsignale gegeneinander auf. Die Symmetrie der Adern wird durch produktionstechnische Verfahren erreicht, die sich durch geringste Toleranzen auszeichnen. Die Adern eines symmetrischen Leiters werden paarweise gegeneinander verseilt. Die Übertragungseigenschaften und die Einstreuung von Fremdsignalen wird wesentlich durch die Verseilung der Adernpaare bestimmt. Aus diesem Grund variiert man die Verseilung durch unterschiedliche Steigungen. Je nachdem, ob die Leiterpaare eine eigene Schirmung haben, spricht man von geschirmten oder ungeschirmten symmetrischen Leitern: Shielded Twisted Pair (STP) oder Unshielded Twisted Pair (UTP). Neben der Schirmung der Adernpaare kann der symmetrische Leiter eine gemeinsame Schirmung für alle Adernpaare aufweisen. Diese Schirmung kann als Folien- oder Geflechtschirmung ausgeführt sein oder als Kombination aus beiden.

Störeinstrahlung auf symmetrischen Kabeln

Störeinstrahlung auf symmetrischen Kabeln

Sind vier Adern gegeneinander verseilt, spricht man vom Sternvierer oder Starquad. Hierbei ist zu beachten, dass ein solches Kabel übertragungstechnisch aus zwei Adernpaaren besteht.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Symmetrische Leiter
Englisch: symmetric cables
Veröffentlicht: 07.04.2013
Wörter: 192
Tags: #Kabelaufbau
Links: Ader, Erdung, Gegentaktspannung, Kabel, Leiter