Summenrahmenverfahren

Das Summenrahmenverfahren ist ein Übertragungsverfahren in Feldbussen. Bei diesem Verfahren sind die Steuerungssysteme und alle Sensoren und Aktoren in einer logischen Ringtopologie miteinander verbunden. Der Datenfluss erfolgt in einer Richtung wie bei einem Schieberegister, was zu dem Namen Schieberegisterring geführt hat. Die Daten werden nacheinander von Teilnehmer zu Teilnehmer durch den gesamten Ring geschoben.

Der übertragene Datenblock enthält die Daten für alle Teilnehmer und hat einen relativ geringen Overhead, der aus dem Loopback, den Steuerungsdaten und dem Prüfsummenfeld besteht. Dieser Datenrahmen, der alle Teilnehmerdaten beinhaltet, wird als Summenrahmen bezeichnet. Der Summenrahmen beginnt mit dem Loopback. Wenn dieses durch den gesamten Ring geschoben wurde und im Empfangregister ansteht, liegen alle Teilnehmerdaten beim richtigen Teilnehmer. Ein Übergabe-Impuls synchronisiert die Übergabe der Teilnehmerdaten an die Aktoren und die Übernahme der Sensordaten in den Schieberegisterring. Mit steigender Anzahl der Teilnehmer steigt auch der Anteil der Nutzdaten und die Länge des Summenrahmens, was zu einer Verlängerung der Zykluszeit führt.

Beim Interbus liegt diese Zykluszeit bei einer Datenübertragungsrate von 500 kbit/s und 512 Teilnehmern bei 1,8 ms, bei 2.000 Teilnehmern bei 4 ms.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Summenrahmenverfahren
Englisch: summing frame method
Veröffentlicht: 26.02.2006
Wörter: 182
Tags: Feldbusse Aut.-Busse
Links: Aktor, Daten, Datenblock, Feldbus, Frame